Artikel vom August 2018

Story-Time: Amal

Hunderttausende Rohingya-Familien sind auf der Flucht vor Gewalt, Zerstörung und Tod. Mehr als die Hälfte sind Kinder. Ihr Ziel: das Nachbarland Bangladesch. Dort angekommen, erwarten sie überfüllte Flüchtlingscamps und chaotische Verhältnisse. Die Kindernothilfe engagiert sich vor Ort. Denn die verfolgten Rohingya erfahren im überforderten und bitterarmen Bangladesch wenig Unterstützung.

Karl Andersson von der Kindernothilfe-Partnerorganisation AMURT hat mit Menschen aus dem Lager gesprochen.

„Wenn ihr uns zurückschicken wollt, tötet uns besser hier.“

Amal (Name geändert) ist 35 Jahre alt. Ihre Familie führte in Myanmar ein gutes Leben: Sie lebten in einem schönen Haus mit drei Hektar Ackerland, zwei Stieren und zwei Kühen. Amal und ihr Mann haben sieben Kinder – sechs Töchter und einen Sohn. Ihre jüngste Tochter ist sieben Jahre alt. Obwohl Amal staatenlos ist, fühlt sie sich in Bangladesch wohler als in Myanmar, denn in ihrem früheren Wohnort hatten ihre Kinder keine Chance auf Bildung.

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Story-Time: Hassan

Hunderttausende Rohingya-Familien sind auf der Flucht vor Gewalt, Zerstörung und Tod. Mehr als die Hälfte sind Kinder. Ihr Ziel: das Nachbarland Bangladesch. Dort angekommen, erwarten sie überfüllte Flüchtlingscamps und chaotische Verhältnisse. Die Kindernothilfe engagiert sich vor Ort. Denn die verfolgten Rohingya erfahren im überforderten und bitterarmen Bangladesch wenig Unterstützung.

Karl Andersson von der Kindernothilfe-Partnerorganisation AMURT hat mit Menschen aus dem Lager gesprochen.

„Wenn wir zurückkehren, werden sie uns töten!“

Hassan (nicht sein richtiger Name) ist neun Jahre alt. Im September 2017 kam er mit seinen Eltern von Myanmar nach Bangladesch. Sein Vater Jubyeer war dort Fischer, und er hat sieben Geschwister. Hassan ist unterernährt – das hat sich auch auf sein körperliches Wachstum ausgewirkt: Auf seinen Beinen kann er kaum richtig stehen. Auch seine geistige Entwicklung ist nicht altersgerecht.

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Story-Time: Yasser

Hunderttausende Rohingya-Familien sind auf der Flucht vor Gewalt, Zerstörung und Tod. Mehr als die Hälfte sind Kinder. Ihr Ziel: das Nachbarland Bangladesch. Dort angekommen, erwarten sie überfüllte Flüchtlingscamps und chaotische Verhältnisse. Die Kindernothilfe engagiert sich vor Ort. Denn die verfolgten Rohingya erfahren im überforderten und bitterarmen Bangladesch wenig Unterstützung.

Karl Andersson von der Kindernothilfe-Partnerorganisation AMURT hat mit Menschen aus dem Lager gesprochen.

„Ich weiß nicht, wann wir aus diesem Gefängnis entlassen werden“

Yasser (Name geändert) ist 28 Jahre alt und kommt aus Myanmar. Er wurde vor fünf Jahren wegen eines angeblich illegalen Besuchs in Bangladesch verhaftet. Damals war er für die Behandlung seines kranken Vaters ins Nachbarland gekommen, da es in Myanmar keine geeignete Einrichtung gab. Nach der Behandlung kehrte er zurück. Als die Behörde erfuhr, dass Yassir Bangladesch ohne legale Erlaubnis besucht hatte, wurde er verhaftet. Fünf Jahre Haft lautete seine Strafe, nach bereits drei Jahren wurde er wegen gutem Benehmen entlassen.

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Äthiopien: Trotz neuem Hoffnungsträger mehr gewaltsame Konflikte

Äthiopien: Menschen auf der Flucht. (Quelle: Dietmar Roller)

Äthiopien: Menschen auf der Flucht

Äthiopiens neuer Ministerpräsident Abiy Ahmed steht für Veränderung. Seine Reformen haben viele positive Entwicklungen in Gang gesetzt und für eine neue Aufbruchsstimmung nach mehr als zwei Jahrzehnten der Unterdrückung gesorgt. Doch die ethnischen Konflikte im Land gehen weiter und könnten zu einer humanitären Katastrophe führen. Den ganzen Beitrag lesen »

Philippinen: Eine Heimat für die Mananwa

Dorf der Volksgruppe der Mananwa inmitten tropischer Natur

Ende einer Odyssee: In Lohero haben die Mananwa-Familien endlich eine Heimat gefunden.

Willkommen sein, das Gefühl kannten die Mananwa lange Zeit nicht. Als Angehörige einer kleinen Volksgruppe gehören sie auf den Philippinen zu den Außenseitern. Für einige Mananwa-Familien, die seit drei Generationen versuchen, auf der Insel Samar Fuß zu fassen, ändert sich das gerade: Sie haben endlich eine Heimat gefunden. Erreicht haben das die Frauen: In einer Selbsthilfegruppe nehmen sie die Zukunft ihrer Familien beherzt in die Hand. Den ganzen Beitrag lesen »

Haiti: Erfolge bei den Karate-Kids

Nachdem Hurrikan „Matthew“ 2016 so viel Zerstörung auf Haiti angerichtet hatte, startete die Kindernothilfe zusammen mit ihrer Partnerorganisation AMURT sogenannte „Child Friendly Spaces“ (Kindesschutzzentren) an 18 Schulen in sechs Gemeinden. Über 1.200 Kinder profitierten von diesen Zentren, in denen Bildung, Kurse zu Hygiene, Gesundheit und gewaltfreie Kommunikation, Spiel, Sport und eine warme Mahlzeit am Tag angeboten wurden. Die Karate-Kurse kamen bei den Kindern besonders gut an!

Text und Fotos: Erhard Stückrath, Manager Humanitarian Assistance

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