Artikel vom 17. März 2011

Eine Kindertagesstätte für Chile

Nach dem ersten Bericht über die Schweizerin Susann Zumstein, die am 24. März 

nach Chile reisen wird, um in einem Kindernothilfe-Projekt mitzuarbeiten, wollen wir heute die Kindertagesstätte „Hermanos en Cristo“ genauer vorstellen.

Noch im im Februar 2010 hatte ein enormes Erdbeben in Chile eine Schneise der Verwüstung verursacht hat. Auch die Kindertagesstätte „Hermanos en Cristo“ in Concepción war so stark beschädigt, dass sie wiederaufgebaut werden muss. Das Epizentrum lag nur 105 km von der Stadt entfernt.

Ohne die Kindertagesstätten wären die Kinder in Chile  sich selber überlassen und würden unbeaufsichtigt auf der Straße spielen. Hier wären sie der Gefahr ausgesetzt, schon früh mit Drogen in Berührung zu kommen oder Opfer sexuellen Missbrauchs zu werden. In den Kindertagesstätten werden die Kinder betreut, schulisch gefördert und unterstützt, bekommen Sicherheit, Geborgenheit und Fürsorge.

Die Tagesstätte „Hermanos en Cristo“ war aufgrund der schweren Schäden teilweise nicht mehr nutzbar. Die Kinderkrippenräume müssen abgerissen und neu gebaut werden. Auch der überdachte Innenhof ist einsturzgefährdet und kann nicht genutzt werden. Gleichzeitig geht die Arbeit mit den Kindern natürlich weiter. Zuerst musste der Unterricht unter freiem Himmel stattfinden. Mittlerweile nutzen die Kinder die noch betretbaren Räume der Einrichtung. Das neue Gebäude der Kindertagesstätte soll erdbebensicher wiederaufgebaut werden. Geplant werden Räumlichkeiten für die Kindergrippe, den Kindergarten sowie Räumlichkeiten für die Jugendlichen.

In der Tagesstätte werden 150 Kinder und Jugendliche ab dem Alter von drei Monaten betreut und gefördert: 20 Kleinkinder in der Kinderkrippe, 100 Kindergarten- und Vorschulkinder und 30 Schüler, die vor bzw. nach dem Schulunterricht die Einrichtung besuchen. Einige Jugendliche werden auch während einer weiterführenden Ausbildung weiter gefördert.

Das Team der Tagesstätte besteht aus einer Direktorin, vier ausgebildeten Erzieherinnen, drei Kindergartenhelferinnen, drei Köchinnen, einer Putzfrau, einer Bürokraft, die auch die Buchhaltung erledigt, und dem Pastor, der für die Seelsorge zuständig ist. Es gibt eine enge Zusammenarbeit mit Fachleuten wie einer Ernährungswissenschaftlerin, Krankenschwestern, Ärzten und Zahnärzten aus dem staatlichen Gesundheitszentrum sowie mit Studenten der Sozialarbeit der lokalen Universität, die in dem Projekt mitarbeiten.

Susann Zumstein reist am 24. März nach Chile, um in dem Projekt mitzuarbeiten. Wir begleiten ihre Reise und Erfahrungen.

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