Artikel vom 01. Dezember 2010

Klimagipfel in Cancún: „Mädchen sagen ‚wir können unseren Planet schützen“

Während meines heutigen Besuchs des Messegeländes hatte ich die Möglichkeit mehr über das Engagement einer 15-köpfigen Mädchenjugendgruppe zu erfahren, deren Mitglieder aus Amerika (Honduras, Costa Rica, USA und Kanada), Afrika (Kenia und Sambia) Australien und Europa (Dänemark und Frankreich) angereist sind.

Unter dem Motto „Mädchen weltweit sagen ‚wir können unseren Planet schützen’“ fordern die 18 bis 25-jährigen Jugendlichen der „World Association of Girl Guides and Girl Scouts“ weltweit mehr Aufmerksamkeit für ihren Einsatz zum Umweltschutz. So planen sie für den kommenden Donnerstag zwei Veranstaltungen, in denen sie ihren bisherigen und zukünftigen Einsatz vorstellen und mit einem internationalen Publikum diskutieren möchten.

Megan (22) aus Kanada hebt hervor: „Wir Mädchen und junge Frauen haben viele Ideen wie wir unseren Planet schützen können. Doch dafür benötigen wir die Unterstützung von Erwachsenen. Deshalb sind wir hier.“

 Für die 15 Teilnehmerinnen ist die Klimakonferenz die erste Gelegenheit einander persönlich kennen zu lernen und ihre Erfahrungen detailliert auszutauschen. Nachdem sie auf nationaler Ebene als Repräsentanten ausgewählt worden waren, nutzten sie das Internet um einander per E-Mail und Chat vorzustellen und ihren gemeinsamen Aufenthalt in Cancun zu koordinieren.

 Obwohl sie allesamt das gleiche Ziel verfolgen, stellten sie bereits einige Unterschiede in ihrem Engagement fest. So erkannten sie, dass ihre Aktivitäten stets den sozikulturellen, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in ihren jeweiligen Heimatländern angepasst werden müssen, um möglichst effizient handeln zu können. Während sich die Initiativen der Mädchen bislang auf ihre Heimatländer konzentrierten, möchten sich sie künftig stärker vernetzen. Menschen in Industrieländern sollen detaillierte Informationen über das Engagement in Entwicklungsländern erhalten. Die Bevölkerung aus Lateinamerika und Afrika soll einen Einblick in die Arbeit der Mädchen in Nordamerika, Europa und Australien erhalten.

Sehr erfreut zeigten sich die Mädchen über die große Medienresonanz, welche sie seit Beginn der Klimakonferenz erfahren haben. In zahlreichen Interviews standen sie Pressevertretern zur Verfügung.

Viele Grüße,
Stefan Ernst, Kindernothilfe