Artikel vom 30. April 2009

Birma: Ein Jahr ist keine Zeit

Ruprecht Eser

Ruprecht Eser

Ich habe damals noch als ZDF-Korrespondent in London gelebt, als die ersten Bilder aus Birma/Myanmar kamen und ich wollte nicht glauben, was ich da sah. Irgendwie hatte Myanmar immer so geklungen wie eine Mischung aus Ende der Welt und Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Jetzt war es wie der Blick in eine Hölle aus Trauer und Leid: mit 215 km/h war der Zyklon Nargis über das flache Irrawaddy-Delta gefegt, zwölf Stunden lang in jener Nacht vom 2. auf den 3. Mai.
Ich wollte nicht glauben, was ich hörte, bis ich es sah in den Bildern, die die Welt erschütterten: wie Zehntausende in einer 5 Meter hohen Flutwelle ertranken, Hunderttausende obdachlos wurden und wochenlang vergeblich auf Hilfe warten mussten, weil die Militärjunta ausländische Hilfsorganisationen nicht ins Land ließ und später behinderte, vor allem bei den Hilfs- Aktivitäten im Delta.

Interview:  Ruprecht Eser live aus Birma (Deutschlandfunk)

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