Artikel der Kategorie ‘wir’

Chile und die Rechte der Kinder: Eine offene Wunde

Interview mit David Ordenes, Direktor der Nichtregierungsorganisation La Caleta

David Ordenes und Jürgen Schübelin (Quelle: Lorenz Töpperwien)

Wenn es das schmale Land an der lateinamerikanischen Pazifikküste in unseren Breiten in die Medien schafft, geht es meist entweder um Fußball, im besten Fall um sehr guten Wein oder um Abenteuertourismus und im schlechtesten um die scheinbar endlose Serie von sexuellen Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche – mit Kindern und Jugendlichen aus Opfer. David Ordenes, 69, Direktor der Nichtregierungsorganisation La Caleta, Sozialpädagoge, Lehrer und einer der renommiertesten chilenischen Kinderrechtsspezialisten, besuchte im Sommer verschiedene Partnerorganisationen in Europa. Anderthalb Tage lang machte er auch bei der Kindernothilfe Station. Im Gespräch ringt er um einen differenzierten Blick auf das Chile unter der Hochganzpolitur und Patina.

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Jubiläumsveranstaltung mit Dr. Auma Obama

Es war ein starker Abend, und er erzählte von starken Müttern und starken Kindern.

Mehr als 400 Gäste waren unserer Einladung in den Landschaftspark Nord gefolgt. In Duisburg, wo vor genau 60 Jahren der Grundstein für die Kindernothilfe gelegt worden ist, wollten wir aufmerksam machen auf das, was unsere Arbeit weltweit bewirkt. Vor allem die 35.000 Selbsthilfegruppen standen im Mittelpunkt der Feier. Sie stärken gezielt Mütter, damit sie sich und ihre Kinder eigenständig aus größter Armut befreien können.

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Ehrenamtliche werden digital

Wir haben eine brandneue digitale Engagement-Plattform. Was ist das? Was steckt dahinter? Wozu ist sowas gut? Diese Fragen beantworten wir derzeit auf verschiedenen Regionaltreffen, die wir unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern in regelmäßigen Abständen anbieten. In Köln durften wir den Teilnehmern dabei über die Schulter schauen.

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Indien: Vom Patenkind zum Stiftungsgründer

Mit 11 Jahren bezieht Lamech Gunasekaran ein Zimmer in einem Schülerwohnheim der Kindernothilfe in Arupukottai im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu. Knapp 25 Jahre später gründet er den Calvary Chapel Trust und gibt seitdem Aidswaisen und mit HIV infizierten Kindern Heimat und Zukunft. Bei einem Besuch in unserer Geschäftsstelle in Duisburg berichtet er mit viel Herzblut über seine Arbeit.

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Die Motoren des Wandels – ein Bericht aus Thailand

Woran denken Sie, wenn Sie diesen Titel lesen? Möglicherweise an digitale Innovation, technischen Fortschritt, oder – da wir uns im Feld der Entwicklungszusammenarbeit bewegen – an die Unterstützung von Bedürftigen durch Mikrofinanzkredite? Wenn Sie sich zur Überschrift passende Personen vorstellen – sind diese dann männlich? All diese Vermutungen, die ich hier voranstelle, basieren auf vielen Begegnungen und Gesprächen, die ich im Rahmen meiner Tätigkeit als Manager für Bildung und Öffentlichkeitsarbeit der Kindernothilfe geführt habe. Und sicherlich sind auch Kredite oder die Nutzung neuer digitaler Möglichkeiten wichtige Faktoren, die dazu beitragen, eine nachhaltig erfolgreiche Entwicklung zu gestalten. In meiner Geschichte möchte ich Ihnen aber erzählen, wer für mich die wahren Motoren des Wandels sind: Es sind Frauen. Frauen, die ich als Kolleginnen, als Ehrenamtliche und vor allem in unseren Projekten vor Ort kennengelernt habe. Den ganzen Beitrag lesen »

Tausende auf der Flucht aus Mittelamerika – Kindernothilfe besorgt: Kinder und Jugendliche ohne Schutz auf dem Weg in die USA

Ein Junge sitzt in einem Bus am Fenster. (Quelle: Bastian Strauch)

Honduras schickt Busse, um die Flüchtlinge zurückzuholen.

Seit Tagen berichten die Medien über Tausende von Flüchtlingen, die Richtung US-Grenze durch Mexiko ziehen. Nach UN-Angaben sollen es mittlerweile 7.000 Menschen sein. Sie fliehen vor Armut, Gewalt und Perspektivlosigkeit aus ihren Heimatländern Honduras, El Salvador und Guatemala. Die Kindernothilfe-Partner in Honduras und Guatemala sind besorgt.

Text: Lukas Leßmann, Kindernothilfe Honduras und PAMI (Kindernothilfe-Partner aus Guatemala)

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Nach Tsunami und Erdbeben: Trauma- und Bildungs-Workshops für Pädagoginnen

Unsere Partnerorganisation AMURT Indonesien bietet ab sofort im krisengebeutelten Palu-Distrikt Workshops und psychosoziale Unterstützung für 600 Grundschullehrerinnen und Kindergärtnerinnen an. Der Pilotworkshop stieß auf so großes Interesse, dass Offizielle des Bildungsministeriums im Palu-Distrikt spontan eine Ausweitung der Schulungen arrangierten.

Text: Lukas Leßmann, Karl Andersson/AMURT

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Kältewelle: Nothilfe für Andendörfer in Peru

Die Kältewelle in den peruanischen Hochanden stellt die Bauern vor existentielle Probleme.

Während Europa in den Sommermonaten eine extreme Hitzeperiode erlebte, litten ganze Andenregionen unter einem ungewöhnlich harten Winter – und hatten kaum Möglichkeiten, sich vor den wochenlangen Eisestemperaturen zu schützen. Staatliche Hilfen? Fehlanzeige. Die Folgen: Erkrankungen, fehlende Medikamente, Schulausfall. Wir haben ein Nothilfeprogramm gestartet, das vor allem die Kinder im Blick hat – sie leiden besonders unter der Kälte.

Jürgen Schübelin, Referatsleiter Lateinamerika und Karibik Den ganzen Beitrag lesen »

Äthiopien: Trotz neuem Hoffnungsträger mehr gewaltsame Konflikte

Äthiopien: Menschen auf der Flucht. (Quelle: Dietmar Roller)

Äthiopien: Menschen auf der Flucht

Äthiopiens neuer Ministerpräsident Abiy Ahmed steht für Veränderung. Seine Reformen haben viele positive Entwicklungen in Gang gesetzt und für eine neue Aufbruchsstimmung nach mehr als zwei Jahrzehnten der Unterdrückung gesorgt. Doch die ethnischen Konflikte im Land gehen weiter und könnten zu einer humanitären Katastrophe führen. Den ganzen Beitrag lesen »

Haiti: Erfolge bei den Karate-Kids

Nachdem Hurrikan „Matthew“ 2016 so viel Zerstörung auf Haiti angerichtet hatte, startete die Kindernothilfe zusammen mit ihrer Partnerorganisation AMURT sogenannte „Child Friendly Spaces“ (Kindesschutzzentren) an 18 Schulen in sechs Gemeinden. Über 1.200 Kinder profitierten von diesen Zentren, in denen Bildung, Kurse zu Hygiene, Gesundheit und gewaltfreie Kommunikation, Spiel, Sport und eine warme Mahlzeit am Tag angeboten wurden. Die Karate-Kurse kamen bei den Kindern besonders gut an!

Text und Fotos: Erhard Stückrath, Manager Humanitarian Assistance

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