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Im Kindergarten geht es weiter

Glückliche Kinder im Projekt

(08. April 2011) Anbei ein kurzes Foto von mir: Glückliche Kindergesichter!
Ab Montag darf der Kindergarten endlich wieder ganztags Kinder betreuen!

Unter den Spielsachen hat es übrigens viele Deutsche Fabrikate.

Grüße, Suzann Zumstein

Ein großer Tag für alle: Im Kindergarten geht es weiter!

Heute ist ein großer Tag! Der Kindergarten hat nach zähen Verhandlungen endlich das OK bekommen, dass die Kleinsten wieder betreut werden dürfen. Das war sehr emotional und ging allen sehr nahe.

Das heißt für uns: morgen und übermorgen das neue Lokal putzen und einrichten, damit am Montag der Betrieb wieder aufgenommen werden kann.

Mir selbst geht es gut. Ich bin müde von den vielen Eindrücken. Und den ganzen Tag Spanisch zu sprechen, ist auch nicht ganz ohne….

Bis bald, Suzanne Zumstein

Chile – erste Eindrücke aus dem Projekt

Endlich komme ich dazu, wieder zu schreiben.

Gestern habe ich das erste Mal mit den Kindern gearbeitet! Wegen des Erdbebens im letzten Jahr können die Kleinsten nicht betreut werden. Kaum vorstellbar, was dies für die Kleinen bedeutet!

Hier machen wir eine kurze Pause nach einer Runde Spiel & Sport!!  Am Nachmittag ist es ziemlich heiß und wir müssen uns etwas in den Schatten begeben. Heute Morgen wurde extra für mich ein Desayuno  – ein Frühstück –  veranstaltet und wir saßen an einem reichhaltig gedeckten Tisch!

Es ist sehr beeindruckend, wie viel Freude die Kinder an sehr kleinen Dingen haben. Ich habe aus der Schweiz Spielsachen mitgebracht und die sind der große Renner im Moment!

Bis bald wieder mit News, Susann

Angekommen!

Bin gut & sicher in Santiago nach einer langen Reise in Chile angekommen ! Herzlicher Empfang von 3 ANIDE-Mitarbeitern. Bin nun in einem Hostel für eine Nacht untergebracht. Heute Nachmittag gibt es eine Projekteinführung. Herzliche Grüße aus dem sonnigen Chile!

Mein Zimmer: Nichts Grossartiges, aber sehr gemütlich. Nach einem wunderschönen Abend mit Claudia & Jose von ANIDE geht es heute weiter Richtung Conception.

Hasta luego, Susanna

Nur noch 5 Tage bis zur Abreise

„Morgen zum letzten Mal Spanisch-Unterricht. Jetzt kann ich, was ich kann. Im Moment habe ich das Gefühl, nichts zu können. Morgen beende ich auch meine dreijährige Ausbildung in Transaktionsanalayse – noch 5 Tage bis zur Abreise.“

Aktuelle Infos auf Facebook: http://tiny.cc/ouoty

Eine Kindertagesstätte für Chile

Nach dem ersten Bericht über die Schweizerin Susann Zumstein, die am 24. März 

nach Chile reisen wird, um in einem Kindernothilfe-Projekt mitzuarbeiten, wollen wir heute die Kindertagesstätte „Hermanos en Cristo“ genauer vorstellen.

Noch im im Februar 2010 hatte ein enormes Erdbeben in Chile eine Schneise der Verwüstung verursacht hat. Auch die Kindertagesstätte „Hermanos en Cristo“ in Concepción war so stark beschädigt, dass sie wiederaufgebaut werden muss. Das Epizentrum lag nur 105 km von der Stadt entfernt.

Ohne die Kindertagesstätten wären die Kinder in Chile  sich selber überlassen und würden unbeaufsichtigt auf der Straße spielen. Hier wären sie der Gefahr ausgesetzt, schon früh mit Drogen in Berührung zu kommen oder Opfer sexuellen Missbrauchs zu werden. In den Kindertagesstätten werden die Kinder betreut, schulisch gefördert und unterstützt, bekommen Sicherheit, Geborgenheit und Fürsorge.

Die Tagesstätte „Hermanos en Cristo“ war aufgrund der schweren Schäden teilweise nicht mehr nutzbar. Die Kinderkrippenräume müssen abgerissen und neu gebaut werden. Auch der überdachte Innenhof ist einsturzgefährdet und kann nicht genutzt werden. Gleichzeitig geht die Arbeit mit den Kindern natürlich weiter. Zuerst musste der Unterricht unter freiem Himmel stattfinden. Mittlerweile nutzen die Kinder die noch betretbaren Räume der Einrichtung. Das neue Gebäude der Kindertagesstätte soll erdbebensicher wiederaufgebaut werden. Geplant werden Räumlichkeiten für die Kindergrippe, den Kindergarten sowie Räumlichkeiten für die Jugendlichen.

In der Tagesstätte werden 150 Kinder und Jugendliche ab dem Alter von drei Monaten betreut und gefördert: 20 Kleinkinder in der Kinderkrippe, 100 Kindergarten- und Vorschulkinder und 30 Schüler, die vor bzw. nach dem Schulunterricht die Einrichtung besuchen. Einige Jugendliche werden auch während einer weiterführenden Ausbildung weiter gefördert.

Das Team der Tagesstätte besteht aus einer Direktorin, vier ausgebildeten Erzieherinnen, drei Kindergartenhelferinnen, drei Köchinnen, einer Putzfrau, einer Bürokraft, die auch die Buchhaltung erledigt, und dem Pastor, der für die Seelsorge zuständig ist. Es gibt eine enge Zusammenarbeit mit Fachleuten wie einer Ernährungswissenschaftlerin, Krankenschwestern, Ärzten und Zahnärzten aus dem staatlichen Gesundheitszentrum sowie mit Studenten der Sozialarbeit der lokalen Universität, die in dem Projekt mitarbeiten.

Susann Zumstein reist am 24. März nach Chile, um in dem Projekt mitzuarbeiten. Wir begleiten ihre Reise und Erfahrungen.

Aktuelle Infos auf Facebook: http://tiny.cc/ouoty

Wenn Glück teilbar wird: Eine Schweizerin geht für sechs Wochen nach Chile

Susann Zumstein ist Schweizerin, 45 Jahre alt und Unternehmensberaterin. In einigen Wochen reist sie in ein Kindernothilfe-Projekt nach Chile, um dort mitzuarbeiten. Und erfüllt sich damit einen lang gehegten Herzenswunsch. Wir berichten von ihr in dieser Zeit.

Im Jahr 2009 an ihrem 44. Geburtstag wird aus der Idee, die bislang nur als solche existierte, plötzlich Realität. Susann Zumstein erzählt: „Mein Mann und meine Freunde fragten mich nach Ideen für ein Geburtstagsgeschenk. Also habe ich mich an meinen Herzenswunsch erinnert und mir einfach einen Zuschuss für den Aufenthalt in einem Hilfsprojekt gewünscht – und mich damit dazu verpflichtet, das Projekt auch tatsächlich durchzuziehen.“

Heute, zwei Jahre später, steckt sie in den finalen Vorbereitungen für ihre Reise, die sie am 24. März nach Conception in Chile bringen wird. In dem Projekt „Hermanos en Christo“ leben rund 150 Kinder aus einem Armenviertel, die dort tagsüber betreut werden. Dort wird auch Susann Zumstein sein.

Eine der Bedingungen: Susann Zumstein muss Spanisch sprechen können. Seit dem Oktober vergangenen Jahres lernt sie mit einer Lehrerin aus Ecuador spanisch – zweimal in der Woche zu allen Tages- und Nachtzeiten. Mittlerweile redet sie schon ganz gut und fühlt sich in der Sprache einigermaßen sicher.

Ihr Geschäft schließt sie für sechs Wochen, bevor sie sich ohne Mann und Hund alleine aufmacht. Was sie heute über die kommenden Wochen denkt? „Es geht mir in diesem Leben so gut und ich bin reich beschenkt: Gesundheit, eine liebe Familie, ein toller Mann und gute Freunde gehören dazu.  Ich möchte Kindern, die nicht so viel Glück haben, etwas davon zurückgeben. Und zwar nicht nur mit Geld, sondern mit meinen eigenen zwei Händen!“   

Wir werden mit Susann Zumstein zu Beginn ihres Aufenthalts in Chile in Kontakt bleiben und regelmäßig von ihr berichten.

 Bis dahin wünschen wir ihr weiter eine gute Vorbereitung und Reise.  Aktuelle Infos auf Facebook: http://tiny.cc/ouoty

Wer ist eigentlich….

..unsere Kommunikationsfrau in Haiti: Katja Anger?

Sicher verfolgen einige von Euch die Videonachrichten, die unsere Kindernothilfe-Mitarbeiterin Katja Anger aus Haiti für uns zur Verfügung stellt. Aber: Wer ist überhaupt diese Katja Anger, die da für uns vor Ort ist….

Die gebürtige Berlinerin hat schon früh angefangen, sich für Entwicklungshilfe zu interessieren. Mit 15 lebte sie in Südafrika und besuchte dort unter anderem das Elendsviertel Kayalitsche. Dieses Erlebnis ebnete ihren Weg hin zum Politikstudium, das sie in Paris und New York auf Französisch und Englisch absolvierte.

Sie hat für Amnesty International in Paris und für die GTZ in Ruanda gearbeitet. Tja, und nun ist sie unsere Kommunikationsverantwortliche vor Ort in Haiti.  

Wir finden das toll! Danke Katja und mehr Infos bitte aus Haiti.

P.S.: Den neuesten Videoeintrag findet Ihr auf Youtube: weiter zum Video

Klimagipfel in Cancún: Letzte Eindrücke von Satish Samuel, Koordinator aus Indien

(10.12.2010) While visiting Cancun Messe, I had the opportunity to attend the Side Event “Bearers of future responsibility: Engaging Children and Youth in building climate change resilience” which was organized by Save the Children, Plan International and UNICEF.

 The aim of this event was to draw from the work on child-led/child centered adaptation programming, specifically that the voice of children is necessary to achieve community-led adaptation to bring integrated and effective climate change resilience. 

I was glad to witness that four children from Indonesia, Mexico, Belize and Haiti shared their experiences with the audience. Mrs. Mary Robinson and Mr. Evan have been the guest speakers.

By the organizers, three questions were raised:

  1.  How can inter-governmental justice considerations shape political decisions made today on climate adaptation and mitigation?
  2. What can leaders at national and community level do to empower children and young people to influence climate policy decisions and actions?
  3. What can we do to make the most vulnerable children – the poorest and least likely to have access to services – more resilient to disasters?

The guest speakers addressed the gathering saying children are using radio as communicating method. There should be a children centered approach while addressing this issue. Children are good in networking and hence they should be made to raise their voice. The children’s voices should be made heard by the politicians at least in Durban. 

The children shared their experiences as follows: 

Master Walter from Belize said that environmental education plays a major role among the children at schools. He also mentioned that children will do as the leaders do and hence the leaders should give the lead to the children on the issue. 

Miss Wendodyum from Mexico shared that in her country animals are vanishing because forests have been destroyed. In this context, animals do not find place to live hence people are not able to see many of them. She also challenged the negotiators that youth and children are willing to work with adults. But are you willing to work with us, she asked. 

Miss Marina from Indonesia shared that children are trying to raise funds from their pocket money to initiate few activities addressing the issue of climate change. Children are planting trees, particularly mangroves. Consciousness has been created on using plastic bags and now children are using non-plastic bags. Besides, they are insisting their communities to use the same. Youth and children are influencing their parents to support them in addressing this issue. 

Miss Coralien from Haiti explained that she is 14 years old and she has experienced hurricanes every year. She could not feel any difference between the seasons and the government is cutting down more and more trees. Fertile soil is washed away due to this factor. Butterflies are disappearing and pollution has become a big problem. Forests do not exist anymore. She also shared that many organizations come to Haiti when disasters occur. But do they come to make business or do they really intend to help the people out of these disasters, Miss Coralien asked.

 Mrs. Helena Molin from the organization “Values” summarized that through communication the climate justice issue should be addressed. She also asked whether schools are safe for children and if communities are taking care of this aspect.

 Mr. Evan expressed that there is a need to have time for children to interact with the negotiators. He also suggested that one child should be allowed to sit with every 6 or 7 ministers during official meetings. All delegations should include one youth in the team.

Then the floor was open to questions and comments from the audience and I explained that Kindernothilfe wanted to bring four Indian children to COP16. Moreover, I stated that we did not get the permission due to the strict rules and regulations of UNFCCC. I requested the organizations to take it up with UNFCCC and steps to be taken that UNFCCC to be flexible with their rules to create an opportunity for children to participate in the next COP17 at Durban. A huge applause by the audience welcomed my suggestion: “When you talk about the children, the children who are really affected should be heard.”

Finally, Ms. Emila McElvenney from Save the Children said that General Secretary, UNFCCC should be requested to provide accessibility for children at future negotiations.

“CHILDREN RAISE YOUR VOICES – BEFORE AND AFTER COPs”

Sathish Reginald Samuel,
Kindernothilfe India Coordinator

Cancún: Klimadorf für Jung und Alt

(03.12.2010) Obwohl mehrere internationale Kinderhilfsorganisationen ihr Engagement auf dem Messegelände der Klimakonferenz präsentieren, haben nur sehr wenige Jugendliche den Weg nach Cancun gefunden. Wie die vergangenen Tage verdeutlichten, sind es jedoch genau diese jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die ein hohes Maß an Aufmerksamkeit unter den anwesenden Medienvertretern erzeugen.

Demgegenüber befindet sich am Rande der Innenstadt Cancuns das so genannte „Klimadorf“, wo Jung und Alt mehr über die Entstehung der Erde, den Klimawandel und mögliche Schutzmaßnahmen erfahren können. So erkunden täglich zahlreiche Kinder und Erwachsene mit großer Begeisterung den Erlebnisparcours des Klimadorfes.

Während ihres Besuchs erhalten sie beispielsweise einen Einblick in die Bedeutung der Mülltrennung. Spielerisch lernen sie, wie jedes Kind und jeder Erwachsene seinen Wasserverbrauch reduzieren kann.

Wie der Besuch des Klimadorfes zeigte, wird das unterhaltsame und zugleich lehrreiche Angebot äußerst positiv von der lokalen Bevölkerung angenommen. Problematisch für die internationalen Konferenzbesucher ist jedoch die Tatsache, dass alle Informationen lediglich in spanischer Sprache verfügbar sind.

Sathish Samuel fasst seine Eindrücke folgendermaßen zusammen: „We had the opportunity of visiting the Climate Village which is really an interesting place. Many children from local communities visited. The exhibits were educative to the children as well as adults on climate change issues. The problem was everything was in Spanish and hence the non-Spanish speaking people were finding it difficult to understand.“

Stefan Ernst und Satish Samuel,
Kindernothilfe