Ehrenamtliche werden digital

Wir haben eine brandneue digitale Engagement-Plattform. Was ist das? Was steckt dahinter? Wozu ist sowas gut? Diese Fragen beantworten wir derzeit auf verschiedenen Regionaltreffen, die wir unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern in regelmäßigen Abständen anbieten. In Köln durften wir den Teilnehmern dabei über die Schulter schauen.

Laptops, Tablets, Blöcke, Stifte und – als Farbtupfer – Blumen: Im Gemeindesaal der Kartäuserkirche in Köln ist alles bestens vorbereitet. Gekommen sind Mitglieder der Kindernothilfe-Arbeitskreise
Köln, Siegerland, Iserlohn, Koblenz, Düsseldorf, Rhein-Ruhr und Wiesbaden.

Sie alle haben viel Erfahrung darin, unsere Projektarbeit mit tausenderlei Aktionen zu unterstützen. Zum Beispiel Büchermärkte, Garagentrödel, Catering für Musik-Events oder Verkaufsstände auf Weihnachtsmärkten, Stadtteilfesten und sonstigen Feiern. Mit Selbstgebackenem, -gekochtem, -gebasteltem und -gestricktem und natürlich mit Leib und Seele werben sie für unsere Projektarbeit, sammeln Spenden, gewinnen Paten, überzeugen Besucher und stärken Kinderrechte.

Mitstreiter zu finden, ist manchmal schwierig

Dieses ehrenamtliche Engagement war von Anfang an ein Grundpfeiler der Kindernothilfe. Deshalb ist es vielen Arbeitskreisen wichtig, sich gerade im 60. Jubiläumsjahr, das wir gerade feiern, besonders ins Zeug zu legen. Ideen gibt es genug, aber manchmal braucht man einfach mehr Schultern, um die Herausforderungen des nächsten Büchermarktes oder Kinderfestes zu stemmen.

Genau da kommt die neue Engagement-Plattform ins Spiel. Die kann dabei helfen, gezielt Mitstreiter für eine bestimmte Veranstaltung zu finden. Das Prinzip ist einfach: Stelle eine Aktion ein, beschreibe Ziel und Ablauf und die Tätigkeiten, die gebraucht werden, und gehe damit online. Mit etwas Glück trifft dein Angebot auf Menschen, die gerne mithelfen wollen, aber nicht wissen, wo. Die vielleicht neu in der Stadt sind und Gleichgesinnte suchen. Oder die gerade drei Stunden frei haben und etwas Sinnvolles machen wollen. Oder oder oder…

Die Crowd bietet Hilfe

Jetzt kommt der praktische Teil. Wie erstellen wir eine Aktion? Welche Angaben müssen wir machen? Steht das, was wir hier eintragen, gleich im Netz oder ist die Plattform noch im Versuchsstadium? Nach kaum fünf Minuten sind alle intensiv bei der Sache, sitzen in kleinen Gruppen um Laptops und Tablets, probieren aus, diskutieren, korrigieren und haben am Ende tatsächlich (fast) alle eine Aktion auf der Plattform platziert.

Danach kommen die grundsätzlichen Fragen. Funktioniert das überhaupt: digital nach Mitstreitern zu suchen? Es geht ja schließlich um eine Herzensangelegenheit. Wenn sich zum Beispiel jemand per E-Mail bei uns meldet, woher wissen wir dann, ob das ernst gemeint ist? Ob dieser Jemand vertrauenswürdig ist? Ob wir uns darauf verlassen können, dass die Person tatsächlich zum vereinbarten Zeitpunkt erscheint?

Das Regionaltreffen ist genau der richtige Rahmen dafür, auch wenn nicht alle Fragen abschließend geklärt werden können. Jedenfalls haben jetzt alle schon mal mit der neuen Plattform gearbeitet. Der nächste Schritt heißt: Erfahrungen sammeln. Und ein bisschen Spaß machen darf es auch.

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