Haiti: Erfolge bei den Karate-Kids

Nachdem Hurrikan „Matthew“ 2016 so viel Zerstörung auf Haiti angerichtet hatte, startete die Kindernothilfe zusammen mit ihrer Partnerorganisation AMURT sogenannte „Child Friendly Spaces“ (Kindesschutzzentren) an 18 Schulen in sechs Gemeinden. Über 1.200 Kinder profitierten von diesen Zentren, in denen Bildung, Kurse zu Hygiene, Gesundheit und gewaltfreie Kommunikation, Spiel, Sport und eine warme Mahlzeit am Tag angeboten wurden. Die Karate-Kurse kamen bei den Kindern besonders gut an!

Text und Fotos: Erhard Stückrath, Manager Humanitarian Assistance

Die Karate-Kurse haben besonders großen Zulauf; sie setzen auf die positiven Auswirkungen, die geregelte Bewegungsabläufe auf die Psyche haben können. Zu Beginn starteten diese Kurse an 18 Schulen der Gemeinde Anse Rouge. Mittlerweile sind es bereits 22, und besonders bei Mädchen, die 2/3 der Teilnehmenden ausmachen, kommen sie hervorragend an. Sie vermitteln nicht nur Disziplin, sondern stärken zudem das Selbstwertgefühl und machen die Kinder bei Wettkämpfen auf ihre Schulen stolz.

Wir durften uns ein Demonstrationstraining an der Schule in Magasin ansehen und waren beeindruckt. Die beiden Schwestern Malia und Betiane (Namen geändert) fielen uns besonders auf. Sie sind die besten der Gruppe. Am 9. Juni fuhren sie zusammen mit 40 anderen Mädchen und Jungen, den Trainern und ihren Eltern zur nationalen Meisterschaft in Port-au-Prince. Dort konnte die Gruppe ihr Talent beweisen und brachte 17 Medaillen, davon 4 Goldmedaillen, mit nach Hause. Die Schwestern hatten ebenfalls gewonnen. Elandese und Djetely Omega sowie andere Gewinner haben mittlerweile eine Einladung der „National Karate Association“ erhalten, Haiti bei den Weltmeisterschaften in Japan zu vertreten!

Unser Partner AMURT hofft, dass einige der Kursteilnehmer einen Trainerschein machen werden, damit das Programm weitergeht, wenn die Projektfinanzierung durch die Kindernothilfe ausläuft.

Tags: , , , , ,

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.