Bolivien: Menschen und Tiere leiden unter heftigen Schneefällen

Aus dem Kindernothilfe-Büro in Cochabamba erreichte uns heute Morgen ein Bericht über die extremen Schneefälle in den beiden bolivianischen Anden-Departamentos Cochabamba und Potosí.

Bisher seien 15 Menschen und rund 7.500 Tiere – Schafe, Ziegen, Lamas, Alpacas und Vicuñas – ums Leben gekommen, für dieses Wochenende hätten die Meteorologen weitere starke Schneefälle angekündigt, berichtet unser Programmkoordinator Benedicto Rojas. Zahlreiche Dörfer sind völlig von der Außenwelt abgeschlossen. Die Versorgungslage der Menschen ist kritisch.

„Die meisten Kinder in den Hochanden-Dörfern leiden bei den eisigen Temperaturen vor allem darunter, dass die Hütten ihrer Familien nicht angemessen beheizt werden können“, schreibt Benedicto Rojas weiter. „Viele Kinder sind an Bronchitis und anderen Atemwegsproblemen, bis hin zu Lungenentzündungen, erkrankt. Dadurch, dass viele Dörfer nicht erreichbar sind, ist zurzeit auch kaum eine angemessene medizinische Versorgung möglich.“

Die Tiere der Dorfbewohner leisten normalerweise einen wichtigen Beitrag für die Ernährungssicherung der Familien leisten. „Dadurch, dass so viele in den Schneemassen verendet sind, wird es auch nach dem Ende dieser extremen Schnee- und Frostperiode massive Folgeprobleme geben, weil diese wichtige Nahrungs- und Erwerbsquelle fehlt“, fürchtet Benedicto Rojas.

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