Bolivien: Notstand in Chapare ausgerufen

Von Jürgen Schübelin

Nach wochenlangem Dauerregen mit entsprechenden Überschwemmungen musste die bolivianische Regierung für den Chapare, den tropischen Teil des Departments Cochabamba, den Notstand ausrufen.

Wie das Kindernothilfe-Büro in Cochabamba am Freitag berichtete, sind mehr als 6.000 Familien aus insgesamt 120 Dörfern und Weilern von dem Hochwasser betroffen und mussten zum Teil evakuiert werden. 14 Schulen wurden entweder von den Wassermassen komplett zerstört oder stark beschädigt: „Am härtesten hat es die Kleinbauernfamilien getroffen“, schreibt Benedicto Rojas, Kindernothilfe-Landesdirektor für Bolivien nach Duisburg, „die Aussaat auf über 5.000 Hektar wurde durch Wassermassen und Schlamm vernichtet.“

Aus dem tropisch-subtropischen Chapare kommt fast alles Gemüse und Obst auf den Märkten in Zentral-Bolivien. Auch in den Hochandenregionen, in denen sich die meisten der von Kindernothilfe in Bolivien unterstützten Projekte befinden, hatte es in den zurückliegenden Wochen extrem stark geregnet. Allerdings waren dort die Schäden an Infrastruktur, Häusern und Felder nicht ganz so verheerend.

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