Jugend-Klima-Gipfel 2011

Jens Stephan (16) aus Duisburg berichtet von der zweitägigen Veranstaltung in Berlin.

Seit ich den Film „An inconvenient truth“ von Al Gore gesehen habe, lässt mich das Thema Klimaschutz nicht mehr los. Ich habe für mich beschlossen, meinen eigenen Beitrag zum Klimaschutz zu geben. Auch wenn dieser Beitrag nicht von großer Bedeutung ist, will ich mir und meinen Kindern später die Zukunft sichern. Doch auch den Menschen in den Entwicklungsländern, die einen nur verhältnismäßig kleinen CO2 Ausstoß verursachen und trotzdem durch die Folgen des Klimawandels besonders schwer zu leiden haben, sollte man aus meiner Sicht helfen.

Da ich mich außerhalb des Schulunterrichtes noch nicht wirklich intensiv mit dem Thema Klimaschutz auseinandergesetzt habe, sah ich den Klima-Gipfel als eine sehr gute Möglichkeit, dies zu tun. Außerdem bot der Gipfel auch ein gutes Diskussionsforum, um sich mit anderen Leuten auszutauschen, wozu ich in meinem Umfeld nur vereinzelt die Möglichkeit habe. Die Menschen vor Ort waren alle, trotz Altersunterschiede, sehr aufgeschlossen, was vor allem auch in dem ersten Workshop zur Klimagerechtigkeit deutlich wurde.

Silent-Climate-Parade

Dort wurde uns als erstes ein Input zu dem Thema gegeben und anschließend wurde heiß diskutiert. Leider war für die Diskussion nicht genügend Zeit eingeplant, denn wir fuhren von dort aus direkt zur Silent-Climate-Parade. Diese war meiner Meinung nach ein voller Erfolg, da sie eine äußerst positive Demonstration war. Jeder Teilnehmer hat einen Kopfhörer bekommen, über den zentral, von einem Elektroauto aus, welches mitgefahren ist, Musik und Kommandos übertragen wurden. Jeder war guter Dinge; selbst die Polizei. Ich habe auch bei den Passanten während des Flyer-Verteilens fast nur positive Stimmen gehört. Die einzigen, die sich beschwert haben, waren die Autofahrer, die nicht über den Kuhdamm, den wir für fast 3 Stunden blockiert haben, fahren konnten. Aber das war auch ein Bestandteil der Silent-Parade.

Am zweiten Tag des Klima-Gipfels standen unter anderem wieder Workshops auf dem Programm. Diesmal ging es um eine rhetorische Art, seine Reden möglichst mitreißend zu gestalten. Das sogenannte „public narrative“ wurde von Barak Obama in seinem Wahlkampf erfolgreich angewandt und soll uns nun helfen, die Menschen von dem Ziel „100% erneuerbar in 2050“ zu überzeugen. Ich habe viele neue Eindrücke, aber vor allem Motivation, an meinem täglichen Leben und Konsumverhalten etwas zu verändern, mit nach Hause genommen. Außerdem habe ich mir das Ziel gesetzt, mich in Zukunft auch in meiner Umgebung aktiv zu beteiligen.

Jens Stephan

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