Dürre am Horn von Afrika – Kindernothilfe und humedica helfen

Judith Kühl, Medienkoordinatorin des Kindernothilfe-Partners humedica, berichtet aus einem Flüchtlingslager in Jijiga.
 
 Die größeren Kinder lachen, als wir das Flüchtlingslager betreten. Die kleinen verstecken sich schüchtern hinter ihren Müttern. Fremde sind hier! Hilfe von außen haben die Menschen hier schon lange nicht mehr gesehen. Seit längerer Zeit leben sie hier im Grenzgebiet zu Somalia, ihrem Heimatland. Als sie von dort vor dem Hunger flohen, hofften sie hier auf ein besseres Leben.

Doch der Hunger macht an der Grenze zu Äthiopien nicht Halt. Die Menschen sind von der Dürre stark betroffen. Es fehlt an sauberem Wasser, Lebensmitteln und medizinischer Versorgung. Vor allem die Kinder leiden unter den schrecklichen Lebensbedingungen. Unterernährung und Krankheiten sind Folgen, die besonders kleine Kinder schwächen.

Hada ist eines der Mädchen. Ihr Kopf zeigt die Leidensgeschichte der Vierjährigen. Etwa zehn Entzündungsherde am Kopf, geschwollene Lymphknoten: Zeichen der mangelnden Abwehrkräfte ihres Körpers. Hadas trüber, leerer Blick verrät ihre fiebrige Schwäche. Mit einer mobilen Klinik unterwegs konnten wir Hadas Entzündungen reinigen und behandeln, ihr Medikamente verschreiben, die ihr Immunsystem unterstützen.

Wie Hada leiden viele kleine Kinder hier still und leise. Sie verstecken sich, wenn Fremde in das Flüchtlingslager kommen hinter den Gewändern ihrer Mütter. Sie sind es nicht gewohnt, dass Hilfe von außen kommt.

Als humedica-Team sind wir zurzeit in verschiedenen Flüchtlingslagern im Norden der Region Somali unterwegs, um uns einen Überblick über die aktuelle Situation zu verschaffen und mit einer mobilen Krankenstation zu behandeln. In den nächsten Tagen werden wir unsere Assessments und Behandlungen auch auf Flüchtlingslager im Süden der Region ausweiten.

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