Mit Act Positive nach Südafrika: 20.10.2010

Jugendliche berichten über ihre Reise mit der Kindernothilfe nach Südafrika. Sie hatten bei Act Positive mitgemacht und werden nun für ihr außergewöhnlich großes Engagement belohnt. Die Reise wird komplett mit einem EU-Zuschuss für die Kampagne finanziert.

Oli, 21, aus Duisburg:
Vorbei ist sie – die Zeit in Afrika. Sie ist wie im Fluge vergangen, doch kam sie mir ungeheuer lang vor: voller Erlebnisse, Emotionen und Erfahrungen. Nun naht der Rückflug und es ist schwer vorstellbar, wieder in den Alltag, zu Familie, Freunden und Arbeit zurückzukehren. Vieles nehme ich mit nach Hause, denn das Erlebte zu vergessen ist mir Gott sei Dank nicht möglich. Wenn ich morgen in Frankfurt aus dem Flugzeug steige, werde ich das Gewohnte sehen und wissen, dass sich nicht verändert hat: Die vom Wohlstand verwöhnten Menschen wissen einfach nicht, wie dankbar wir für unser im Vergleich sorgenfreies Leben sein müssten, und ich glaube leider nicht, dass es sich ändert.

Yvonne Zens, 18, Marienstatt:
Heute ist schon Mittwoch und unsere Aufregende und erfahrungsreiche Reise neigt sich dem Ende zu.
Nun möchte ich einmal rückblickend sagen, dass ich sehr begeistert bin von dem Land Südafrika, mit seiner schönen Natur. Aber vor allem habe ich die Menschen Afrikas in mein Herz geschlossen.
Sie sind so unglaublich gastfreundlich und lebensfroh und das, obwohl ein Großteil der Bevölkerung in großer Armut lebt. Es war atemberaubend wie dankbar uns die Menschen entgegentraten. Abschließend kann ich nur noch sagen, das diese Reise mich gelehrt hat, dass man jeden Moment seines Lebens genießen soll, egal in welcher Lage man sich befindet.

Wiebke Maeß, 18, Reinbek:
Eine Woche Südafrika liegt nun hinter uns, morgen werden wir wieder in den Flieger steigen. Wir haben viel gesehen und viel erlebt, viele Leute kennengelernt und viel Spaß gehabt. Jetzt möchte ich einmal auf die Dinge zurückblicken, die mich am meisten bewegt haben. Das war gleich zu Beginn das Wiedersehen mit Sane. Sie ist eine tolle junge Frau, die bei YfC gute Arbeit leistet, und ich habe sie in den letzten zwei Jahren ins Herz geschlossen, sie nun in ihrem Land besuchen zu können war etwas Besonderes. Südafrika ist ein wunderschönes Land, mit einer wilden und kargen Landschaft, roter Erde, blühenden Bäumen, gigantischen Tieren, vielen Sprachen, dem Indischen Ozean und Menschen, die so bunt und lebensfroh sind wie ihre Nationalflagge.
Besonders waren für mich Momente in den Townships, als die Zahlen und Fakten Gesichter bekommen haben: auf dem winzigen Schulhof, auf dem so viele Schulkinder in Uniformen waren, die uns alle neugierig beguckten; als man uns erzählte, dass Leute versuchen die Stromleitungen anzuzapfen und ich wenig später zwei Männer an einem Strommast hantieren sah, die fortliefen als ein Jeep mit Männern in Uniform kam; allein das Wissen darum, dass jeder dritte in den Towns an HIV/Aids erkrankt ist. Was mich auch beeindruckt hat, war der krasse Gegensatz von Arm und Reich, von Sicherheitszaun und Straßenleben, von Villa und Blechhütte, von piekfein und dreckig, vom Dreigängemenü und Klebstoffflasche.
Abschließend bleibt mir nur zu sagen, dass diese Reise sich in jeder Hinsicht gelohnt hat. Ich würde jederzeit wiederkommen und bin stolz darauf, die Kindernothilfe bei den Projekten, wie wir sie gesehen haben, unterstützen zu können.

Julian, 16, aus Bochum:
Als wir heute gefragt wurden, wie wir die Reise fanden, antworteten wir alle im Takt „eindeutig viel zu kurz“. Die Reise endet zwar heute Abend bzw. morgen Früh, doch zu Ende ist sie noch lange nicht.
Es wird eine Weile dauern, die ganzen Erlebnisse, Erfahrungen und Gefühle zu verarbeiten, ich werde noch sehr lange Zeit an die wundervolle Zeit hier denken. Es wird ein mulmiges Gefühl werden, zurück nach Deutschland zu fahren, wieder in den Alltag einsteigen zu müssen.
Ich denke, das Gefühl, welches ich am meisten mit dieser Reise verbinde, ist das Gefühl der Dankbarkeit. Dankbarkeit an meine Familie, die immer für mich da ist, ich habe dies auf dieser Reise wieder mehr schätzen gelernt, Dankbarkeit dafür, dass mir die Kindernothilfe diese wundervollen Erfahrungen ermöglicht hat, Dankbarkeit dafür, von den Menschen hier so wundervoll empfangen worden zu sein, Dankbarkeit dafür, dass uns unsere hiesigen Partner uns so wundervoll begleitet haben und uns ein so tolles, umfangreiches und individuelles Programm gezeigt haben.
Ich hoffe, das derartige Reisen bzw evtl. Austäusche in Zukunft öfter stattfinden können, damit andere Jugendlich in ähnlich ergriffenem Zustand wie ich nach Deutschland zurückkehren können!

Pablo, 20, aus Selb:
Handshakes, Umarmungen, Lächeln – kurz: Verabschiedung von Menschen, die man so schnell ins Herz geschlossen hat. Land und Leute haben sich ins Hirn eingebrannt. So manches wird wohl auch Narben hinterlassen. Diese bleiben Zeuge dieser eindrucksvollen Reise. Ich bin immer noch sprachlos, dass mir diese einmalige Chance gegeben wurde, deswegen kurz und bündig: Danke.

P.S.:
Die Change Agents kommen vom 1.11. – 16.11.2010 nach Deutschland! Nutzt diese Gelegenheit und fahrt zu einer der Schulen – empfehlenswert ist definitiv untertrieben! Für die genauen Tourdaten, schaut einfach auf: www.actpositive.de

 

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