Mit Act Positive nach Südafrika: 15.10.2010

Fünf Jugendliche berichten über ihre Reise mit der Kindernothilfe nach Südafrika. Sie hatten bei Act Positive mitgemacht und werden nun für ihr außergewöhnlich großes Engagement belohnt. Die Reise wird komplett mit einem EU-Zuschuss für die Kampagne finanziert.

Oli aus Duisburg:

Heute verbrachten wir den Tag mit den „Change Agents“ von „Youth For Christ“, einem Kindernothilfe-Partner. Als wir auf dem Gelände von „Youth for Christ“ ankamen, befanden sich die Mitarbeiter im morgendlichen Gottesdienst. Keine langweiligen Predigten, wie bei uns üblich, sondern Jeff, letztes und vorletztes Jahr noch als Leiter der Theatergruppe in Deutschland auf Tour, saß am Keyboard und die restlichen Mitarbeiter sangen, tanzten und lachten. Auch wir standen, ehe wir uns versehen konnten, in der ersten Reihe und gaben uns Mühe, nicht wie die größten Bewegungslegastheniker zu wirken – mehr oder weniger erfolgreich.
Danach ging es los zu einer Schule. Die „Change Agents“ besuchen jede Woche eine andere Schule: Jeweils an 4 Tagen spielen sie Theaterstücke über Nächstenliebe, HIV/Aids und anderen Problematiken des südafrikanischen Alltags und veranstalten Workshops.
Gerade als wir das Gelände der Schule betreten, direkt ein großer Schock. Das eigens gemietete große, bunte Zelt hat den Sturm des gestrigen Abends nicht überlebt. Souverän mit der Situation umgehend informierten die engagierten Mitarbeiter der „Change Agents“ den Verleiher, der eiligst das Zelt abbaute. Zur Überbrückung der Wartezeit wurden ein paar Körbe geworfen und Bälle gekickt. Musik wurde gespielt, unter anderem der WM-Song von Shakira, und wir Deutsche machten uns ein bisschen bei überzogenen Tanzaufführungen zum Affen, bis die Reste des Zeltes abgebaut waren und die Veranstaltung unter freiem Himmel stattfinden konnte.
Nach unserer Rückkehr bei „Youth for Christ“ galt es zu beweisen, dass die Deutschen nicht nur zugucken, sondern auch anpacken konnten, und so wurde die Versammlungshalle gemeinsam entrümpelt und gebohnert. Dort soll morgen trotz schlechter Wetterprognosen – die eigentlich in einem Park geplanten – Auszeichnungen für sozial engagierte Jugendliche stattfinden.

Pablo, 20, aus Selb:

Gerade erst mit den „Change Agents“ vorgefahren hört man schon Gesang. Die Sing- und Tanzkultur hier ist unvergleichlich mit Deutschland. So versammeln sich hier spontan um die 30 Schülerinnen und Schüler der Schule, um gemeinsam zu singen und zu tanzen, zumeist vollständig improvisiert. Ein guter Start in den Tag. Ohne Lächeln und Mitsummen kommt man da gar nicht vorbei!
Die „Change Agents“ bestehen aus studierenden Ehrenamtlichen, die ein bis zwei Jahre dort helfen und mitarbeiten. Wahnsinn, wie man dann sieht, dass trotz eines komplett vom Sturm zerstörten Zeltes alles schnell und im Teamwork ablief! Pantomime, Theater und akrobatische Tanzeinlagen, und schon ist die komplette Schule versammelt, um die „Change Agents“ zu erleben. „You are special and unique“ war die letzte Message der Gruppe. Nächste Woche geht’s für die Agents dann auch schon ab in die nächste Schule und vom 1. bis 12. November 2010 sind sie mit der Kindernothilfe in Deutschland auf Tour!
Zurück zum “Youth for Christ Office”.  Selbst als wir dann beim Aufräumen der Versammlungshalle halfen, wurde geklatscht, gesungen und in Gummistiefeln getanzt – egal, ob jung oder alt. Absolut ansteckend!

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