Zehn Jahre nach dem Erdbeben in Chile:

Von einem Land, dessen Menschen nicht zur Ruhe kommen

Text: Jürgen Schübelin

(Concepción/Santiago/Duisburg – 27.02.2020)  Vor zehn Jahren, in den frühen Morgenstunden des 27. Februars 2010, und zwar exakt von 03:34 bis 03:37 Uhr – drei Minuten lang – bebte im Süden Chiles die Erde und das mit extremer Gewalt. Mit einer Magnitude von 8,8 auf der Richterskala war das Erdbeben von Concepción weltweit das fünfschwerste, das seit 1900 jemals registriert wurde. 521 Menschen starben unter den Trümmern einstürzender Gebäude oder in Folge des Tsunamis, der durch das Beben ausgelöst worden war. Entlang der Pazifikküste riss er Hunderte von Häusern mit sich. Viele Menschen, die nicht rechtzeitig gewarnt worden waren, hatten keine Chance, sich in Sicherheit zu bringen. Unter den Opfern befanden sich auch zwei Kinder aus dem Kindernothilfe-Patenschaftsprogramm.

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Ein Tag bei Aynimundo

Die kleine Künstlerin ist stolz auf ihr Werk, das sie im Projekt Aynimundo gemalt hat

Text und Fotos: Ilse Kreiner, zurzeit in Lima/Peru im Projekt Aynimundo

Morgens um 8 Uhr

Die Sonne müht sich durch Wolken und Dunst. Man ahnt, es wird wieder ein schwül-heißer Sommertag in Lima/Perú. Hoffentlich gibt es Wasser aus der Wasserleitung …

Im Projekt Aynimundo beginnt der Arbeitstag. Die ersten Kinder mit Behinderung kommen zur Therapie, einige Mitarbeiter sind bereits auf dem Weg in die verschiedenen Schulen, wo Ferienaktivitäten angeboten werden, und die für die Start-ups Zuständigen bereiten ihre Beratungsgespräche vor.

Zur letzten Gruppe gehöre auch ich. Mein Name ist Ilse Kreiner, ich arbeite nun schon das zweite Mal im Rahmen des Kindernothilfe-Freiwilligenprogramms im Projekt Aynimundo mit und werde als vollwertiges Mitglied des Teams behandelt – ein sehr schönes Gefühl.

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Kinder schützen – weltweit und in Deutschland

Text: Niklas Alof, Foto: Marvin Renner

Kinder und Jugendliche zu schützen, ist eine der Kernaufgaben und Hauptmotivationen für das Wirken der Kindernothilfe weltweit. Kinder und Jugendliche haben das Recht auf Schutz vor schwerwiegenden Verstößen, die ihre Entwicklung nachhaltig beeinflussen. Dazu gehören Gewalt, Missbrauch, Vernachlässigung sowie wirtschaftliche und sexuelle Ausbeutung. Diese Schutzrechte bilden neben den Förder- und Beteiligungsrechten die erste von drei gleichberechtigten Säulen der UN-Kinderrechtskonvention. Dennoch sind die Opferzahlen horrend, das Thema ist aktueller denn je.

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„Die Kindernothilfe ist an der Seite des haitianischen Volkes“

Kindernothilfe-Referatsleiter Jürgen Schübelin bei den „Kleinen Schwestern“, deren von der Kindernothilfe geförderte Schule in Carrefour völlig zerstört wurde.
(Quelle: Kindernothilfe)

Unsere Kollegin Julia-Dradzil-Eder von der Kindernothilfe Österreich sprach mit Pierre Hugue Augustin, dem Leiter des Kindernothilfe-Büros in der Hauptstadt Port-au-Prince, über die Jahre nach dem verheerenden Erdbeben am 12. Januar 2010.

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„Schule global“: Südafrikanische Jugendliche im Alstergymnasium in Henstedt/Ulzburg

Text und Fotos: Lilian Benecker

Der schwarze Van mit verspiegelten Scheiben macht den Eindruck, eine halbe Schulklasse könnte in ihm Platz finden. Letztendlich sind es fünf südafrikanische Jugendliche aus Durban, die Youth for Christ (YFC) Mitarbeiterin Sane und drei Mitarbeiter der Kindernothilfe, die sich auf den Weg nach Schleswig-Holstein machen, um dort die Kindernothilfe AG des Alstergymnasiums in Henstedt-Ulzburg zu treffen.

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Venezuela – eine Katastrophe in Zeitlupe

Kindernothilfe-Engagement mit dem Fokus auf die Kinderrechte

Text: Jürgen Schübelin

Menschen in Venezuela durchwühlen den Müll nach Essbarem. (Quelle: Jamez42 [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)])

Slow-motion catastrophe – Katastrophe in Zeitlupe – nennt die britische Zeitung The Guardian das Versinken Venezuelas in Armut, Korruption und Gewalt. Nie zuvor in der lateinamerikanischen Geschichte hat es einen in dieser Dimension vergleichbaren Absturzprozess gegeben. Neun von zehn Menschen in dem Karibikanrainerstaat verfügen als Folge der Hyperinflation, die 2019 nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) erneut über 200.000 Prozent erreichte, nicht mehr über genügend Einkommen, um die tägliche Ernährung sicher zu stellen.

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„Wir sind von der Kindernothilfe-Arbeit überzeugt“

Deutsches Ehepaar unterstützt den Bau eines Schutzzentrums in Guatemala

Dr. Rainer und Regina Gerold haben ein Ziel: mit einer größeren Spende ein konkretes Projekt zu unterstützen, das Kindern hilft, sich aus dem Teufelskreis von Gewalt, Drogen und mangelnder Schulbildung zu befreien und das ihnen Mut gibt, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

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Haiti: Überleben als heroischer Akt

In Lateinamerika brennt es lichterloh. Die Menschen erleben in diesen Monaten politische und soziale Explosionen, wie es sie seit den 1970er Jahren nicht mehr gegeben hat: Unruhen und Massenproteste in Bolivien, Chile, Venezuela, Honduras, Nicaragua, Puerto Rico, Ecuador, Peru – zuletzt Kolumbien – und eben Haiti. Marie Caridade Valcourt, nationale SelbsthilfegruppenKoordinatorin der Kindernothilfe in Haiti, spricht im Interview über die aktuelle Lage in dem Karibikstaat.

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Äthiopien: Birhane und ihre Kinder

Birhane Niguse: „Die Selbsthilfegruppe hat mich dazu gebracht, meine Zukunft in die Hand zu nehmen.

Was tun, wenn deine Schwester stirbt und du plötzlich acht Kinder mehr zu versorgen hast? Birhane Niguse, die in ihrem Dorf zu den Ärmsten der Armen gehörte, hat das schier Unmögliche geschafft und kann ihrer Familie heute sogar einen gewissen Wohlstand bieten. Ihre Geschichte ist zugleich ein Beispiel dafür, wie unsere Selbsthilfegruppen Menschen dabei unterstützen, sich aus eigener Kraft eine Zukunft aufzubauen. Ein Bericht unseres äthiopischen Partners CoSAP (Consortium of Self Help Group Approach Promoters).

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Massenproteste: „Chile ist aufgewacht!“

Ganz Chile war am Freitag unter dem Ruf „Chile despertó“ („Chile ist aufgewacht“) auf den Straßen. Immer mehr Menschen schließen sich den Demonstrationen an, auch die Gewerkschaften machen mit und rufen zu Streiks auf. Demokratisierung, Menschenrechte und ein umfassender Umbau des Wirtschafts- und Sozialsystems gehören zu den zentralen Forderungen. Gleichzeitig wird der Ruf nach einem Rücktritt des Präsidenten Sebastián Piñera immer lauter. Jürgen Schübelin berichtet von den dramatischen Entwicklungen des Wochenendes.

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