Dürre am Horn von Afrika

Unser Mitarbeiter Dietmar Roller ist am Horn von Afrika, um die Nothilfe zu koordinieren. Seine ersten Eindrücke aus Äthiopien:

Die Not ist überall sehr groß, im Vergleich mit der letzten Dürre 2007 ist dieses Jahr viel schlimmer, so hat es während der letzten Regenzeit etwa im Distrikt Bale nur etwa zwei bis drei Tage geregnet. Eine Familie dort berichtet, dass sie von ihren 50 Kühen 49 durch die Trockenheit verloren hat und nun vor dem Nichts steht.

Schulen funktionieren nur noch teilweise, weil Familien die ganze Kraft aufs Überleben konzentrieren, viele der Kinder zeigen deutliche Spuren von Unterernährung, Menschen sterben.

Mitarbeiter unserer langjährigen äthiopischen Partnerorganisation Rift Valley Children and Women Development Organisation berichten von tragischen Szenen: Ein Jugendlicher, der von der Boarding School nachhause kam, um die Ferien dort zu verbringen und, wie es üblich ist, sich durch Arbeit einen Teil des Schulgeldes zu verdienen. Als der Junge zuhause ankam, fand er seine Familie verhungert vor. Dies sei kein Einzelfall, sondern zeige, wie extrem angespannt die Situation ist.

Die Regierung agiert und hilft teilweise mit ein bisschen Weizen und in einigen Regionen unregelmäßig mit Wasser aus Tankwagen. Das ist alles längst nicht genug.

Dürre am Horn von Afrika – Kindernothilfe und humedica helfen

Judith Kühl, Medienkoordinatorin des Kindernothilfe-Partners humedica, berichtet aus einem Flüchtlingslager in Jijiga.
 
 Die größeren Kinder lachen, als wir das Flüchtlingslager betreten. Die kleinen verstecken sich schüchtern hinter ihren Müttern. Fremde sind hier! Hilfe von außen haben die Menschen hier schon lange nicht mehr gesehen. Seit längerer Zeit leben sie hier im Grenzgebiet zu Somalia, ihrem Heimatland. Als sie von dort vor dem Hunger flohen, hofften sie hier auf ein besseres Leben.

Doch der Hunger macht an der Grenze zu Äthiopien nicht Halt. Die Menschen sind von der Dürre stark betroffen. Es fehlt an sauberem Wasser, Lebensmitteln und medizinischer Versorgung. Vor allem die Kinder leiden unter den schrecklichen Lebensbedingungen. Unterernährung und Krankheiten sind Folgen, die besonders kleine Kinder schwächen.

Hada ist eines der Mädchen. Ihr Kopf zeigt die Leidensgeschichte der Vierjährigen. Etwa zehn Entzündungsherde am Kopf, geschwollene Lymphknoten: Zeichen der mangelnden Abwehrkräfte ihres Körpers. Hadas trüber, leerer Blick verrät ihre fiebrige Schwäche. Mit einer mobilen Klinik unterwegs konnten wir Hadas Entzündungen reinigen und behandeln, ihr Medikamente verschreiben, die ihr Immunsystem unterstützen.

Wie Hada leiden viele kleine Kinder hier still und leise. Sie verstecken sich, wenn Fremde in das Flüchtlingslager kommen hinter den Gewändern ihrer Mütter. Sie sind es nicht gewohnt, dass Hilfe von außen kommt.

Als humedica-Team sind wir zurzeit in verschiedenen Flüchtlingslagern im Norden der Region Somali unterwegs, um uns einen Überblick über die aktuelle Situation zu verschaffen und mit einer mobilen Krankenstation zu behandeln. In den nächsten Tagen werden wir unsere Assessments und Behandlungen auch auf Flüchtlingslager im Süden der Region ausweiten.

Äthiopien/Debre Tabor: “Die Gewissheit, dass wir füreinander da sind”

Rüdiger Baege aus Essen besuchte mit seiner Familie Patenkind Yayesew. Das Besondere an dieser Reise war: Ihr Reiseführer ist früher ebenfalls durch eine Kindernothilfe-Patenschaft gefördert worden.

Fotos: privat

„Wlle Come” steht in großen Lettern auf den Hüllen der künstlichen Blumen, die uns unser Patenkind Yayesew schüchtern und zugleich voller Erwartung entgegenstreckt. Was für ein Moment! Wir nehmen die Blumen mit großer Freude entgegen, umarmen uns spontan und unweigerlich schießen uns Tränen in die Augen. Kein noch so phantasiereicher Gedanke konnte im Vorfeld dieses Augenblickes die Emotionen vorhersehen, die in diesen Minuten in uns Purzelbäume schlagen…

WIR, das sind vier von fünf Mitgliedern der Familie Baege, die sich gerade auf den Weg gemacht haben, um ihr äthiopisches Patenkind in seiner Heimatstadt Debre Tabor zu besuchen und endlich persönlich kennenzulernen. Bisher kennen wir uns nur von Fotos und durch regelmäßige Berichte über unser Leben hier und dort. Aber das reichte uns nicht mehr aus und so hatten wir beschlossen, uns ein Bild von den Lebensumständen, von ihm persönlich im Umfeld der ihn unterstützenden Organisation sowie von Land und Leuten zu machen.

Patenkind Yayesew, 9 Jahre, aus Debre Tabor
Die Geschichte dieser Reise beginnt eigentlich schon im Jahre 2002, als wir uns für eine Patenschaft der Kindernothilfe entschieden haben. Die Wahl fiel auf den neunjährigen Yayesew aus Äthiopien. Wir wussten nicht viel von ihm, bloß dass er ein Waisenkind war und damals bei sehr armen Verwandten in Debre Tabor lebte. Als Eltern von drei gesunden Kindern (damals 15, 17, 19 Jahre) fühlten wir uns alle diesem Schicksal besonders verbunden.

Nicht allein die monatliche Unterstützung, sondern vor allem die individuellen Grüße in Form von Briefen und einem jährlichen Weihnachtspäckchen, die zudem regelmäßig freudig bestätigt und beantwortet wurden, ließen bald eine große emotionale Nähe zwischen uns wachsen. Auch die offiziellen Projektberichte der Kindernothilfe gaben uns umfassenden Einblick in die Arbeit der Organisation mit den Kindern vor Ort.

Melkamu – ein ehemaliges Patenkind als Reiseführer
Im Sommer 2009 erfuhren wir von Yayesews erfolgreicher Ausbildung zum Mechaniker, die im Jahr 2010 enden sollte und damit auch die Förderung durch das „Scholarship”-Projekt des lokalen Partners der Kindernothilfe. Spätestens jetzt regte sich in uns der Wunsch, unseren äthiopischen „Sohn” persönlich kennenzulernen. Ein Reisebericht anderer Paten über Äthiopien im Kindernothilfe-Magazin 4/2009 veranlasste uns, als Familie mit unseren inzwischen erwachsenen Kindern konkret über diesen Traum nachzudenken. Durch Kontaktaufnahme mit den Verfassern des erwähnten Artikels sowie deren ehemaligem Patenkind Melkamu Mamo in Addis Abeba, der sich inzwischen als Reiseleiter selbstständig gemacht hat, haben wir unsere Reiseplanung über etwa sechs Monate per E-Mail gemeinsam entwickelt. Der Besuch unseres Patenkindes in Debre Tabor hatte dabei erste Priorität, war aber eingebunden in eine 18-tägige Rundreise durch Äthiopien. Für unsere Kinder war von Anfang an klar, dass sie ihren „Bruder” in Afrika unbedingt auch kennenlernen wollten. Leider war einem von ihnen die Teilnahme an dieser Reise aus gesundheitlichen Gründen dann letztlich nicht möglich.

Das ersehnte Treffen mit Yayesew – ein emotionaler Augenblick
Unser Abenteuer begann am 19. September 2010 mit der Anreise nach Addis Abeba, wo wir kurz nach Mitternacht von Melkamu mit frischen Rosen begrüßt wurden. Nach einigen Tagen Aufenthalt in Addis Abeba und Bahir Dar, in denen wir uns bereits mit der äthiopischen Realität von Armut, Elend, Not und Krankheit konfrontiert sahen, kam es endlich am 23. September zu unserem ersehnten Treffen mit Yayesew. Wir waren alle sehr aufgeregt. Aber dann stand dieser hübsche, groß gewachsene junge Mann von fast 18 Jahren vor uns und der Bann war sofort gebrochen. Was war das für ein unglaubliches Gefühl! Nach einigen offiziellen Gruß- und Dankesworten sowohl vom Projektdirektor als auch von uns an die versammelten Mitarbeiter des Partnerprojektes, die selbst emotional sehr ergriffen waren von dieser offensichtlich nicht alltäglichen Situation, übergaben wir unsere mitgebrachten Hefte, Stifte und andere Utensilien für die zu betreuenden Schützlinge. Das löste große Freude aus!

Der weitere Tag stand uns mit unserem Patenkind zur freien Verfügung. Nachdem wir mit einigen persönlichen Geschenken seine Fußballleidenschaft erfreuen und uns beim gemeinsamen Mittagessen etwas näher kommen konnten, führte uns Yayesew anschließend durch seinen Heimatort und die nähere Umgebung. Da blieben wir auf unserem Weg nicht lange allein, hatten bald eine Traube von kleinen barfüßigen Kindern in unserem Schlepptau. Stolz zeigte uns Yayesew seine Kirche, wo er jeden Sonntag zum Gottesdienst geht und mit uns im Gebet verbunden ist. Insbesondere durch unseren Guide Melkamu entwickelten sich mit unserem Patenkind bald sehr tiefgründige Gespräche über sein weiteres Leben. Dabei wurde selbst Yayesew erst klar, was er in Zukunft für sich als wichtig erachtet und welcher Berufung er folgen möchte. Wir sind sehr froh, dass es uns in der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit gemeinsam gelungen ist, ganz konkrete Ideen weiterer persönlicher Unterstützung zu entwickeln. Denn es war uns vorher nicht so bewusst, dass mit dem Ende der Förderung durch die Kindernothilfe für die Patenkinder ein Zeitpunkt erreicht ist, an dem wichtige Weichenstellungen für ihre Zukunft nötig sind, um auf eigenen Füßen stehen und damit letztlich in diesem von unbeschreiblicher Armut geprägten Land überleben zu können.

Ein schwerer Abschied
Der Abschied am nächsten Morgen war für uns alle furchtbar schwer! Schließlich hatte Yayesew in den gemeinsam verbrachten Stunden endlich seine einst verloren gegangene Familie wiedergefunden. Aber es bleibt uns eine enge emotionale Nähe und die Gewissheit, dass wir füreinander da sind. So werden wir das Leben unseres Patenkindes Yayesew mit großem Interesse und Gottvertrauen weiter begleiten und im Gebet sowie durch moderne Kommunikationsmittel auch in enger Verbindung bleiben.

Hinweis:
Interessierte, die eine Rundreise durch Äthiopien oder auch nur in einem bestimmten Gebiet des Landes planen, können sich gern mit Melkamu in Verbindung setzen:
http://www.ethiopiagreentour.com
Melkamu Gobezie, E-Mail: tour2006@yahoo.com oder info@ethiopiagreentour.com
Handy 00251.911 625 023

Indien: Besuch bei Patenkind Rehka

Sigrid und Günter Heemann aus Oldenburg i.O. besuchten ihr Patenkind Rekha im Holy Cross Boarding Home. Ihr Fazit nach dem Besuch: “Die Hilfe für die aus sehr schwierigen und armen Verhältnissen stammenden Mädchen war und ist eine richtige Entscheidung.”

Die Pateneltern Sigrid und Günter Heemann mit dem Patenkind Rekha. Fotos: privat Seit 1978 unterstützen wir die Kindernothilfe mit der Unterstützung von Patenkindern und Projekten. Nach dem Ende des aktiven Berufslebens wollten wir bereits 2010 unser Patenkind in Indien besuchen. Leider konnten wir diese Reise erst 2011 als Vorverlängerung einer anschließenden Studienreise antreten. Mit den freundlichen Hinweisen der Kindernothilfe nahmen wir ersten Kontakt per E-Mail mit dem Projektpartner in Indien sowie dem Wohnheim der Schülerrinnen in Nandyal auf. Beide Kontaktpartner informierten uns umfassend und beantworteten unsere Fragen sehr entgegenkommend.

Sechs Stunden Fahrt nach Nandyal
Voll gespanntem Interesse flogen wir einen Tag lang nach Indien und setzten unsere Reise sofort mit einem Mietwagen mit Fahrer 287 km von Hyderabad nach Nandyal fort. Die Fahrt über die Straßen war bereits das erste Erlebnis und wäre ohne unseren Fahrer Abdol wohl kaum nach ca. 6 Stunden gelungen.

Bereits am Abend des gleichen Tages nahmen wir Kontakt zum Holy Cross Boarding Home, einem Mädchenwohnheim, auf und trafen uns mit dem Ehepaar Jacob, das das Heim betreut. Wir vereinbarten uns für den nächsten Morgen zum indischen Frühstück im Wohnheim.

Sandbilder und Willkommenstänze
Eine erste Überraschung erwartete uns an der Grundstückseinfahrt, die mit einem Willkommensschild geschmückt war. Der Boden vor dem Eingang zum Gebäude war mit kunstvollen Sandbildern verziert. Auf dem Schulgelände wurden wir mit Tänzen und Willkommensritualen von begeisterten jungen Mädchen des Wohnheims begrüßt. Die erste Begegnung mit dem Patenkind Rekha hat uns sehr berührt und emotional aufgewühlt. Nach dem Frühstück übergaben wir Rekha ein Fotobuch unserer Familie und mit einem kleinen Geschenk gratulierten wir zu ihrem 14. Geburtstag.

Im Unterrichts- und Schlafraum der Mädchen wurden wir mit Blumenkränzen und Tänzen begrüßt. Das aufmerksame Gastgeschenk, eine Uhr mit Lampe und Delphinen, die uns mit der Ortszeit von Nandyal dauerhaft an unseren Besuch erinnert, konnten wir mit Haarschmuck für die Mädchen erwidern. Beeindruckend und überwältigend war die Freude und Freundlichkeit, die uns entgegengebracht wurde und mit der die Mädchen ihre Tänze vortrugen.

Besichtigung des Mädchenwohnheims
In Begleitung von Jacob Srinivas, dem Leiter des nahegelegenen Jungenwohnheims, konnten wir das Mädchenwohnheim besichtigen und erfuhren viel über die Unterbringung und Versorgung sowie den Tagesablauf, den Unterricht und die Ausbildung der Mädchen. Beeindruckend waren die praxisorientierten und sehr anschaulichen Unterrichtsmaterialien an den Wänden der Schulräume. Dabei wurden auch die Rechte der Kinder nicht vergessen. In der Schule lernten wir auch eine ehemalige Schülerin des Mädchenwohnheimes kennen, die als Lehrerin arbeitet.

Besuch bei Rekhas Mutter 
Wir besuchten eine nahegelegene weiterführende Schule, in der wir vom Schulleiter über die Schulinhalte informiert und von den Kindern fröhlich begrüßt wurden. Am Nachmittag konnten wir Rekhas Mutter in ihrem Dorf besuchen und die Wohn- und Lebensverhältnisse kennen lernen.

Auf der Rückfahrt besuchten wir einen Hindutempel, bei dem ein großes Fest stattfand, das mit vielen Besuchern und buntem Treiben beeindruckte. Da uns das Hotel in Nandyal kein Frühstück bereiten konnte, versorgte uns das Wohnheim mit dem Frühstück am nächsten Morgen, bevor wir uns von unserem Patenkind und den aufmerksamen und hilfsbereiten Betreuern verabschieden und nach Hyderabad zurückfahren mussten.

“Wir wurden in unserer Überzeugung gestärkt!”
Die bewegende und tief berührende Begegnung mit freundlichen und offenen Menschen hat uns in unserer Überzeugung bestärkt, dass die Hilfe für die aus sehr schwierigen und armen Verhältnissen stammenden Mädchen eine richtige Entscheidung war und ist.

Sigrid und Günter Heemann, Oldenburg i.O.

Im Kindergarten geht es weiter

Glückliche Kinder im Projekt

(08. April 2011) Anbei ein kurzes Foto von mir: Glückliche Kindergesichter!
Ab Montag darf der Kindergarten endlich wieder ganztags Kinder betreuen!

Unter den Spielsachen hat es übrigens viele Deutsche Fabrikate.

Grüße, Suzann Zumstein

Ein großer Tag für alle: Im Kindergarten geht es weiter!

Heute ist ein großer Tag! Der Kindergarten hat nach zähen Verhandlungen endlich das OK bekommen, dass die Kleinsten wieder betreut werden dürfen. Das war sehr emotional und ging allen sehr nahe.

Das heißt für uns: morgen und übermorgen das neue Lokal putzen und einrichten, damit am Montag der Betrieb wieder aufgenommen werden kann.

Mir selbst geht es gut. Ich bin müde von den vielen Eindrücken. Und den ganzen Tag Spanisch zu sprechen, ist auch nicht ganz ohne….

Bis bald, Suzanne Zumstein

Chile – erste Eindrücke aus dem Projekt

Endlich komme ich dazu, wieder zu schreiben.

Gestern habe ich das erste Mal mit den Kindern gearbeitet! Wegen des Erdbebens im letzten Jahr können die Kleinsten nicht betreut werden. Kaum vorstellbar, was dies für die Kleinen bedeutet!

Hier machen wir eine kurze Pause nach einer Runde Spiel & Sport!!  Am Nachmittag ist es ziemlich heiß und wir müssen uns etwas in den Schatten begeben. Heute Morgen wurde extra für mich ein Desayuno  - ein Frühstück –  veranstaltet und wir saßen an einem reichhaltig gedeckten Tisch!

Es ist sehr beeindruckend, wie viel Freude die Kinder an sehr kleinen Dingen haben. Ich habe aus der Schweiz Spielsachen mitgebracht und die sind der große Renner im Moment!

Bis bald wieder mit News, Susann

Angekommen!

Bin gut & sicher in Santiago nach einer langen Reise in Chile angekommen ! Herzlicher Empfang von 3 ANIDE-Mitarbeitern. Bin nun in einem Hostel für eine Nacht untergebracht. Heute Nachmittag gibt es eine Projekteinführung. Herzliche Grüße aus dem sonnigen Chile!

Mein Zimmer: Nichts Grossartiges, aber sehr gemütlich. Nach einem wunderschönen Abend mit Claudia & Jose von ANIDE geht es heute weiter Richtung Conception.

Hasta luego, Susanna

Nur noch 5 Tage bis zur Abreise

“Morgen zum letzten Mal Spanisch-Unterricht. Jetzt kann ich, was ich kann. Im Moment habe ich das Gefühl, nichts zu können. Morgen beende ich auch meine dreijährige Ausbildung in Transaktionsanalayse – noch 5 Tage bis zur Abreise.”

Aktuelle Infos auf Facebook: http://tiny.cc/ouoty

Eine Kindertagesstätte für Chile

Nach dem ersten Bericht über die Schweizerin Susann Zumstein, die am 24. März 

nach Chile reisen wird, um in einem Kindernothilfe-Projekt mitzuarbeiten, wollen wir heute die Kindertagesstätte „Hermanos en Cristo” genauer vorstellen.

Noch im im Februar 2010 hatte ein enormes Erdbeben in Chile eine Schneise der Verwüstung verursacht hat. Auch die Kindertagesstätte “Hermanos en Cristo” in Concepción war so stark beschädigt, dass sie wiederaufgebaut werden muss. Das Epizentrum lag nur 105 km von der Stadt entfernt.

Ohne die Kindertagesstätten wären die Kinder in Chile  sich selber überlassen und würden unbeaufsichtigt auf der Straße spielen. Hier wären sie der Gefahr ausgesetzt, schon früh mit Drogen in Berührung zu kommen oder Opfer sexuellen Missbrauchs zu werden. In den Kindertagesstätten werden die Kinder betreut, schulisch gefördert und unterstützt, bekommen Sicherheit, Geborgenheit und Fürsorge.

Die Tagesstätte “Hermanos en Cristo” war aufgrund der schweren Schäden teilweise nicht mehr nutzbar. Die Kinderkrippenräume müssen abgerissen und neu gebaut werden. Auch der überdachte Innenhof ist einsturzgefährdet und kann nicht genutzt werden. Gleichzeitig geht die Arbeit mit den Kindern natürlich weiter. Zuerst musste der Unterricht unter freiem Himmel stattfinden. Mittlerweile nutzen die Kinder die noch betretbaren Räume der Einrichtung. Das neue Gebäude der Kindertagesstätte soll erdbebensicher wiederaufgebaut werden. Geplant werden Räumlichkeiten für die Kindergrippe, den Kindergarten sowie Räumlichkeiten für die Jugendlichen.

In der Tagesstätte werden 150 Kinder und Jugendliche ab dem Alter von drei Monaten betreut und gefördert: 20 Kleinkinder in der Kinderkrippe, 100 Kindergarten- und Vorschulkinder und 30 Schüler, die vor bzw. nach dem Schulunterricht die Einrichtung besuchen. Einige Jugendliche werden auch während einer weiterführenden Ausbildung weiter gefördert.

Das Team der Tagesstätte besteht aus einer Direktorin, vier ausgebildeten Erzieherinnen, drei Kindergartenhelferinnen, drei Köchinnen, einer Putzfrau, einer Bürokraft, die auch die Buchhaltung erledigt, und dem Pastor, der für die Seelsorge zuständig ist. Es gibt eine enge Zusammenarbeit mit Fachleuten wie einer Ernährungswissenschaftlerin, Krankenschwestern, Ärzten und Zahnärzten aus dem staatlichen Gesundheitszentrum sowie mit Studenten der Sozialarbeit der lokalen Universität, die in dem Projekt mitarbeiten.

Susann Zumstein reist am 24. März nach Chile, um in dem Projekt mitzuarbeiten. Wir begleiten ihre Reise und Erfahrungen.

Aktuelle Infos auf Facebook: http://tiny.cc/ouoty