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	<title>Kindernothilfe Blog</title>
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	<description>50 Jahre Kindernothilfe</description>
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		<title>Kindernothilfe-Partner senkt HIV-Mutter-Kind-Übertragung auf 2,1%</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 08:57:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunhild Aiyub</dc:creator>
				<category><![CDATA[events]]></category>
		<category><![CDATA[wir]]></category>

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		<description><![CDATA[Kindernothilfe-Aids-Experte Frank Mischo, hier im Bild mit Dr. Glory Alexander vom Kindernothilfe-Partner ASHA-Foundation, berichtet von der Weltaidskonferenz in Wien:
In der Child Networking Zone im Global Village besuchten 40 Interessierte die Verantstaltung zur Mutter-Kind-Übertragung. Dr. Glory Alexander vom Kindernothilfepartner ASHA-Foundation und Jorge Bejarano Villeda,  Direktor von Care in Ecuador, berichteten über die Fortschritte, aber auch die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a rel="attachment wp-att-1836" href="http://blog.kindernothilfe.org/de/archives/1812/105810-3"><img class="alignleft size-full wp-image-1836" title="105810" src="http://blog.kindernothilfe.org/de/wp-content/uploads/2010/07/1058102.jpg" alt="" width="600" height="400" /></a>Kindernothilfe-Aids-Experte </strong><strong>Frank Mischo, hier im Bild mit Dr. Glory Alexander vom Kindernothilfe-Partner ASHA-Foundation, berichtet von der Weltaidskonferenz in Wien:</strong></p>
<p>In der Child Networking Zone im Global Village besuchten 40 Interessierte die Verantstaltung zur Mutter-Kind-Übertragung. Dr. Glory Alexander vom Kindernothilfepartner ASHA-Foundation und Jorge Bejarano Villeda,  Direktor von Care in Ecuador, berichteten über die Fortschritte, aber auch die Schwierigkeiten für eine flächendeckende HIV-Präventionsmöglichkeit für Babys und ihre Eltern. Weltweit haben gerade einmal 45% die Möglichkeit, die Übertragung des HI-Virus zu verhindern.</p>
<p>In Indien werden 5,5 Millionen der 27 Millionen schwangeren Frauen getestet. Das sind zur Zeit noch 20%.  Die zentrale Forderung an die indische Regierung lautet deshalb, mehr Mittel für die Verhinderung der Mutter-Kind-Übertragung zu Verfügung zu stellen. Bei den 72.000 von der ASHA Stiftung getesteten und bei Bedarf behandelten Frauen konnte die HIV-Übertragung auf ihre Babys von mehr als 30% auf 2,1% reduziert werden.</p>
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		<title>Aktuelles von der Weltaidskonferenz 2010 in Wien</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 14:47:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunhild Aiyub</dc:creator>
				<category><![CDATA[wir]]></category>

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		<description><![CDATA[Frank Mischo, Aids-Experte der Kindernothilfe, berichtet aus Wien:
Gerade wurde der Stands der deutschen Bundesregierung eröffnet: Die Parlamentarische Staatssekretärin Frau Widmann-Mauz vom Bundesgesundheitsministerium sprach vom starken Engagement der deutschen Bundesregierung nach dem Motto der Weltaidskonferenz Rights Here – Rights now.
Die anwesenden Vertreter der Zivilgesellschaft waren eher sprachlos, besonders angesichts der mangelnden Verantwortung für das Recht auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a rel="attachment wp-att-1786" href="http://blog.kindernothilfe.org/de/archives/1784/attachment/105116"><img class="alignright size-medium wp-image-1786" title="105116" src="http://blog.kindernothilfe.org/de/wp-content/uploads/2010/07/105116-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a>Frank Mischo, Aids-Experte der Kindernothilfe, berichtet aus Wien:</strong></p>
<p>Gerade wurde der Stands der deutschen Bundesregierung eröffnet: Die Parlamentarische Staatssekretärin Frau Widmann-Mauz vom Bundesgesundheitsministerium sprach vom starken Engagement der deutschen Bundesregierung nach dem Motto der Weltaidskonferenz Rights Here – Rights now.<br />
Die anwesenden Vertreter der Zivilgesellschaft waren eher sprachlos, besonders angesichts der mangelnden Verantwortung für das Recht auf Leben: Die Bundesregierung hat kurz vor der Eröffnung der Weltaidskonferenz angekündigt, die Leistungen zur Aidsbekämpfung massiv zu kürzen. Das trifft besonders den größten Geldgeber zur Bereitstellung der täglich von HIV und Aids Betroffenen benötigten Medikamente , den Globalen Fonds für Tuberkulose, Malaria und Aids.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-1841" href="http://blog.kindernothilfe.org/de/archives/1784/105809-2"><img class="alignleft size-full wp-image-1841" title="105809" src="http://blog.kindernothilfe.org/de/wp-content/uploads/2010/07/1058091.jpg" alt="" width="600" height="400" /></a><br />
Die deutschen im Aktionsbündnis gegen Aids zusammengeschlossenen Organisationen der Aids- und Entwicklungszusammenarbeit kündigten an, die Versuche der Bundesregierung, sich einerseits beim Thema Aids der Verantwortung zu entziehen und andererseits internationale Verpflichtungen nicht zu erfüllen, öffentlich zu machen. Der Direktor für Außenbeziehungen des Globalen Fonds, Christoph Benn, kündigte an, dass es sogar Signale gibt, dass die Bundesregierung die Zahlungen an den Globalen Fonds vollkommen einstellen will. Benn berichtete auch davon, dass Entwicklungsminister Dirk Niebel schon im Januar versucht hatte, den Globalen Fonds-Beitrag für das laufende Jahr auf 142 Millionen Euro zu kürzen.<br />
<a rel="attachment wp-att-1796" href="http://blog.kindernothilfe.org/de/archives/1784/attachment/105112"></a>2007 hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel noch zur entscheidenden Geberkonferenz eingeladen: Durch die steigenden Finanzmöglichkeiten gehen in einigen der am meisten von HIV und Aids betroffenen Staaten die HIV-Infektionsraten spürbar zurück – zum Beispiel in Kenia und Ruanda. Wie die meisten Regierungen weltweit hat sich die Bundesrepublik Deutschland den Millenniumszielen verpflichtet.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-1791" href="http://blog.kindernothilfe.org/de/archives/1784/attachment/105114"><img class="size-full wp-image-1791 alignleft" title="105114" src="http://blog.kindernothilfe.org/de/wp-content/uploads/2010/07/105114.jpg" alt="" width="540" height="360" /></a></p>
<p><strong>Norwegens Prinzessin Mette Marit zu Besuch in der Child Networking Zone der Kindernothilfe</strong></p>
<p>Diese Verpflichtung, die Zahl der Armen zu halbieren, fordert auch bis Ende 2010 einen universellen Zugang zu Behandlung, Pflege und Prävention für alle Menschen weltweit. Ohne finanzielle Unterstützung der Industriestaaten für ärmere Staaten rückt dieses Ziel in weite Ferne. Bisher beteiligte sich Deutschland mit 200 Mio. Euro pro Jahr.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-1801" href="http://blog.kindernothilfe.org/de/archives/1784/105112-2"><img class="alignleft size-full wp-image-1801" title="105112" src="http://blog.kindernothilfe.org/de/wp-content/uploads/2010/07/1051121.jpg" alt="" width="320" height="480" /></a>Insgesamt kommen in den Jahren 2008-2010 9,7 Milliarden US-Dollar für den Globalen Fonds alleine von den acht größten Industriestaaten. Die kommende Geberkonferenz für den Zeitraum 2011-2013 Anfang Oktober 2010 wird jetzt mit großer Spannung und Skepsis von Seiten der Zivilgesellschaft erwartet. Für 2011 ist schon bekannt geworden, dass Deutschland 200 Mio. Euro ankündigen wird. Während andere G8-Staaten auch Ankündigungen für 2012-2013 machen, schweigt die deutsche Bundesregierung. Karin Roth, die Sprecherin der SPD im Unterausschuss Gesundheit in Entwicklungsländern, vermutet, dass die Regierung angesichts der angespannten Haushaltslage die für die Aidsbekämpfung benötigten Mittel umschichten will, um über fünf Jahre 80 Mio. Euro medienwirksam, wie im Juni 2010 auf dem G20-Gipfel versprochen, zur Bekämpfung der Kinder- und Müttersterblichkeit einzusetzen, ohne reales Geld zusätzlich ausgeben zu müssen. Das Aktionsbündnis gegen Aids, in dem die Kindernothilfe aktiv mitwirkt, will die Folgen der Kürzungen der Bundesregierung Deutschland für die betroffenen Menschen bis Anfang Oktober öffentlichkeitswirksam deutlich machen.</p>
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		<title>Ein Gruß aus Durban zum Halbfinale</title>
		<link>http://blog.kindernothilfe.org/de/archives/1699</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 11:42:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fußball-WM in Südafrika]]></category>

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		<description><![CDATA[Duncan Andrew und Robyn Hemmens von den südafrikanischen Kindernothilfe-Partnern Thandanani  und Dlalanathi grüßen aus Durban:
Thandanani &#38; Dlalanathi would like to wish you all &#8220;Good Luck&#8221; for semi finals on Wednesday!
As you will see in the attached picture we have been firm supporters since the first game against Australia in our fantastic stadium in Durban.
Go Germany [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Duncan Andrew und Robyn Hemmens von den südafrikanischen Kindernothilfe-Partnern Thandanani  und Dlalanathi grüßen aus Durban:</strong></p>
<p>Thandanani &amp; Dlalanathi would like to wish you all &#8220;Good Luck&#8221; for semi finals on Wednesday!</p>
<p>As you will see in the attached picture we have been firm supporters since the first game against Australia in our fantastic stadium in Durban.</p>
<p>Go Germany &#8211; Make it happen!</p>
<div id="_mcePaste" style="left: -10000px; overflow: hidden; width: 1px; position: absolute; top: 0px; height: 1px;">Thandanani &amp; Dlalanathi would like to wish you all &#8220;Good Luck&#8221; for quarter finals tomorrow!</div>
<div><a rel="attachment wp-att-1762" href="http://blog.kindernothilfe.org/de/archives/1699/sudafrika-halbfinale"><img class="aligncenter size-large wp-image-1762" title="Südafrika Halbfinale" src="http://blog.kindernothilfe.org/de/wp-content/uploads/2010/07/Südafrika-Halbfinale-1024x768.jpg" alt="" width="512" height="384" /></a></div>
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		<title>Haiti: Public Viewing inmitten der Ruinen</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 22:19:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fußball-WM in Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophe in Haiti]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Fußballfreunde in Deutschland,
Ihr müsst jetzt ganz tapfer sein. Wenn Ihr glaubt, dass die tollste Feier zum unfassbaren 4:0-Sieg der DFB-Elf vom Samstagnachmittag über die argentinische Selección in Wanne-Eickel, Duisburg oder unter dem Brandenburger Tor stattgefunden hat, täuscht Ihr Euch gewaltig. Ihr habt möglicherweise auch Euren Spaß gehabt, das bestreiten wir ja gar nicht, aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-1706" href="http://blog.kindernothilfe.org/de/archives/1702/schubeli-21549-2"><img class="alignleft size-medium wp-image-1706" title="schübeli-21549" src="http://blog.kindernothilfe.org/de/wp-content/uploads/2010/07/schübeli-21549-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a>Liebe Fußballfreunde in Deutschland,</p>
<p>Ihr müsst jetzt ganz tapfer sein. Wenn Ihr glaubt, dass die tollste Feier zum unfassbaren 4:0-Sieg der DFB-Elf vom Samstagnachmittag über die argentinische Selección in Wanne-Eickel, Duisburg oder unter dem Brandenburger Tor stattgefunden hat, täuscht Ihr Euch gewaltig. Ihr habt möglicherweise auch Euren Spaß gehabt, das bestreiten wir ja gar nicht, aber das, was heute hier in Haiti abging, könnt Ihr Euch einfach beim besten Willen nicht vorstellen.</p>
<p>Gestern waren die Menschen nach der brasilianischen 1:2-Niederlage gegen die Niederlande noch am Boden zerstört. Fassungslos. Tränen und betretenes Schweigen. Brasilianischer Fußball ist in diesem Land das Größte. Nur, weil die Menschen in Haiti die brasilianischen Fußballer lieben, bei jeder WM und jeder Copa Libertadora (dem lateinamerikanischen Pendant zur Europameisterschaft)die treuesten aller Fans der brasilianischen Nationalauswahl sind, werden die brasilianischen MINUSTAH-Soldaten im Lande gern gelitten, was man von vielen anderen Kontingenten dieser UN-Schutztruppe nicht behaupten kann. Seit Wochen wurde ganze Straßenzüge in Port-au-Prince mit den brasilianischen Nationalfarben geschmückt. Zwischen den Ruinen hängen Girlanden aus gelben und grünen Plastikflaschen, liebevoll wochenlang aus dem Müll herausgesucht. Die Bierwerbung im Fernsehen macht mit der Präferenz der Fans ihre Geschäfte. Nach jedem Brasilienspiel sind die Straßen von Port-au-Prince stundenlang unpassierbar.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-1732" href="http://blog.kindernothilfe.org/de/archives/1702/haiti-920-6"><img class="aligncenter size-large wp-image-1732" title="Haiti 920" src="http://blog.kindernothilfe.org/de/wp-content/uploads/2010/07/Haiti-9205-1024x682.jpg" alt="" width="504" height="335" /></a></p>
<p>Karnevalsstimmung: Hunderttausende auf der Straße. Die Regierung hat die FIFA-Rechte für alle Übertragungen aus Südafrika gekauft und gratis an sämtliche Fernsehkanäle weitergegeben. Keine andere Entscheidung, die Präsident René Prèval seit der Erdbebenkatastrophe vom 12. Januar getroffen hat, war so populär wie diese.  Überall in den Lagern und Zeltstädten wurden Großleinwände installiert. Die Rechnung ging auf: Während der Fußballweltmeisterschaft hörten die täglichen Demonstrationen gegen Prèval und seine Regierung schlagartig auf. Die Menschen in Haiti, deren eigene Nationalmannschaft 1974 zum allerletzten Mal, damals in Deutschland, selbst bei einer WM dabei war &#8211; und wo es derzeit in der Hauptstadtregion keinen einzigen bespielbaren Fußballplatz gibt, weil jede freie Fläche mit Notunterkünften bedeckt ist, fiebern sich kollektiv in Fußballextase.</p>
<p>Wer behauptet, Fußball sei Opium fürs Volk, irrt. Zumindest in Haiti. Hier ist Fußball Therapie. Zum ersten Mal in diesem furchtbaren halben Jahr seit der Katastrophe vom 12. Januar haben die Menschen wieder richtig Spaß, Freude am Feiern. Fußball als Katharsis. Was für ein Geschenk!</p>
<p>Und dann das Unfassbare: Brasilien verliert gegen die Niederlande. In Haiti ist das so etwas wie eine nationale Katastrophe. Doch diesmal dauert die Trauer nur eine Nacht. An diesem Samstagmorgen wachen die allermeisten Brasilienfans als Freunde der deutschen Nationalmannschaft auf: Weil, eines mögen sie nun wirklich nicht: Dass, gestern in ihrer bittersten Stunde, Zehntausende von Argentinien-Anhänger (die gibt es nämlich auch) schadenfroh stundenlang und lautstark den Sieg der Holländer gefeiert haben. Da passt es gut, dass der Tag der Rache nicht lange auf sich warten lässt: Deutschland gegen Argentinien, der Klassiker!</p>
<p><a rel="attachment wp-att-1745" href="http://blog.kindernothilfe.org/de/archives/1702/haiti-914"><img class="aligncenter size-large wp-image-1745" title="Haiti 914" src="http://blog.kindernothilfe.org/de/wp-content/uploads/2010/07/Haiti-914-1024x682.jpg" alt="" width="512" height="341" /></a></p>
<p>Wir, das sind meine Kollegin Antonie Hutter und ich, sind eigentlich mit dem ARD-Hörfunk-Redakteur Martin Polansky zum Arbeiten unterwegs, Besichtigung der Abrissarbeiten der beim Erdbeben stark beschädigten Fort-National-Schule im Stadtteil Impasse Terrasse. Zum Glück sind wir so früh da, dass wir die wackeren Bauarbeiter der Firma G 3 noch in voller Aktion erleben, mit Vorschlaghämmern, Schaufeln, Schubkarren, Spitzhacken und weißen Schutzhelmen auf dem Kopf. Um neun Uhr haitianischer Zeit ist dann aber erst einmal Schluß mit dem Abriss. Das Spiel Argentinien gegen Deutschland wird angepfiffen. Ganz Impasse Terrasse drängt sich um die Fernsehgeräte, die draußen vor den Häusern, in den engen Gässchen aufgestellt werden. Der Strom kommt aus Autobatterien, die sorgfältig aufgeladen wurden, damit es wirklich für 90 Minuten und eventuell die Verlängerung und das Elfmeterschiessen reicht.</p>
<p>Public Viewing inmitten der Ruinen. Wir stellen uns erst mal ganz schüchtern dazu. Man weiß ja nie, vielleicht sind die Leute hier alle Argentinien-Fans.  Herr Müller mit seinem ersten Tor belehrt uns eines Besseren. Um uns herum brechen lautstarke Jubelstürme los. Frauen, durchaus nicht mehr ganz im Mädchenalter, rennen aus den Häusern, fallen sich um den Hals. Begeisterung pur. Impasse Terrasse brüllt für Deutschland. Müller, Müller, Müller! Der Wahnsinn geht weiter &#8211; Klose, Friedrich, Klose. Bei jedem argentinischen Angriff halten sich die Leute die Hände vor die Augen. Bloß kein Tor für Maradonna. Den mögen sie hier nicht, das merken wir sehr schnell.</p>
<p>Ein mutiger Argentinienfan versucht mit seiner Schubkarre verzweifelt, durch die Menschenmenge zu kommen. Weil er aus seinem Ärger über den Spielverlauf keinen Hehl macht, bekommt er von den begeisterten Deutschlandfans die gelbe Karte gezeigt: &#8220;Siehst Du, so geht es den Schadenfrohen!&#8221;</p>
<p>&#8220;Warum um Himmelswillen&#8221;, fragt Martin Polansky aus dem ARD-Studio Mexiko die Leute fassungslos, &#8220;seid Ihr alle für Deutschland?&#8221; Eigentlich sind wir ja für Brasilien, antwortet Fabienne, die eine ganze Menge von Fußball versteht, &#8220;aber, nachdem Brasilien verloren hat, muß Deutschland gegen Argentinien gewinnen!&#8221; Und dann wird sie richtig philosophisch: &#8220;Fußball ist das schönste Spiel der Welt. Alle Menschen freuen sich. Und wir vergessen für einen Moment die Ruinen um uns herum.&#8221;</p>
<p>Weil wir es immer noch nicht richtig begriffen haben, erklärt uns Fabienne begeistert: &#8220;Im Endspiel Deutschland gegen Holland sind wir natürlich für die Holländer, die haben ja schliesslich die Brasilianer besiegt.&#8221;</p>
<p>Doch vorher wird in Impasse Terrasse gefeiert. Und wie! Laut hupende Motorradfahrer halten uns begeistert´die Hand mit dem abgewinkelten Daumen und den vier nach oben gestreckten Fingern entgegen: 4:0. Tausende von Menschen tanzen und winken. Dass sie uns nicht noch im Triumphzug durch die Straßen tragen, ist alles. Eine begeisterte Menschenmenge schwenkt die deutsche Fahne. Dass auf der Fort-National-Baustelle nach diesem Fest noch weitergearbeitet wird, können wir getrost ausschliessen.</p>
<p>Die Menschen in Haiti mögen derzeit eine Menge Probleme haben. Aber Eines kann Ihnen niemand nehmen: Sie die sympathischsten Fußballfans der Welt.  Liebe FIFA, falls Sie zufällig nicht wissen sollten, wohin mit der nächsten Fußball WM, wir hätten da einen Vorschlag: Port-au-Prince, Haiti!</p>
<p>Viele Grüße nach Deutschland senden:</p>
<p>Antonie Hutter und Jürgen Schübelin</p>
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		<title>Mit der &#8220;Bafana Bafana&#8221; im Stadion</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 12:31:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fußball-WM in Südafrika]]></category>

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		<description><![CDATA[Für die beiden südafrikanischen Kinder Dance and Noxy ist ein Traum in Erfüllung gegangen: Sie waren in Bloemfontein live dabei, als  die Bafana Bafana bei der Fußball-WM Frankreich schlug.  Derrick Mabaso, Mitarbeiter des Kindernothilfe-Partners Youth For Christ, fuhr mit den beiden Kindern aus dem Projekt Khayalethu ins Stadion und schildert, wie sie das Spektakel erlebt haben. 
The excitement was all over the Bloemfontein City when we [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a rel="attachment wp-att-1671" href="http://blog.kindernothilfe.org/de/archives/1670/derrick-1"><img class="alignleft size-medium wp-image-1671" title="Derrick (1)" src="http://blog.kindernothilfe.org/de/wp-content/uploads/2010/06/Derrick-1-167x250.jpg" alt="" width="167" height="250" /></a>Für die beiden südafrikanischen Kinder Dance and Noxy ist ein Traum in Erfüllung gegangen: Sie waren in Bloemfontein live dabei, als  die Bafana Bafana bei der Fußball-WM Frankreich schlug.  Derrick Mabaso, Mitarbeiter des Kindernothilfe-Partners Youth For Christ, fuhr mit den beiden Kindern aus dem Projekt Khayalethu ins Stadion und schildert, wie sie das Spektakel erlebt haben. </strong></p>
<p>The excitement was all over the Bloemfontein City when we arrived.  Dance and Noxy were very excited to be part of the journey. Vuvuzela’s were all over the place! After we parked the car we took the bus to the stadium and people were singing and dancing inside the bus, indeed we were also part of the group – so much excitement!  After we have entered the stadium there was an MTN stand that had a stage for people to try and show the world the Disk Dance, so with the 2 boys we took eagerly took part in the group that was dancing on the stage . People were cheering us and others were taking pictures and after the dance we received small MTN bags with face painting inside, and that was an opportunity to paint ourselves.</p>
<p>Some more impressions:</p>
<p>“Hey the dream has come true I am part of the World history”</p>
<p>“We are very grateful to the sponsor for giving us such opportunity to be part of this magnitude World event”</p>
<p>- There was shosholoza song from all South Africa, it was a song to motivate our team to give us a splendid performance to the game.</p>
<p>- Mexican wave was also waving all over the stand!</p>
<p>- Noxy was very excited to see the South African Flag Flying all over the stadium.</p>
<p>- The game started with the high pace from our team and that gives two goals before the end of 1st half .The third goal was disallowed by the referee and it was disappointing to everyone as we needed that goal to qualify for the next round -group stages.</p>
<p>- Dance was commenting about the standard of referring since the World Cup has began &#8211; and said what happen to Brazil game and Ivory Cost known as Codevore when the second goal the striker has used both hand before he scored the goal.</p>
<p>-Noxy said that despite that we didn&#8217;t go to a next round but for us it was not only about soccer but indeed we have been part of the history for South Africa to host the World Cup for the first time and this was mark of joining all nation after we have gain our freedom .This was the true Celebration of our freedom that we gain in 1994.</p>
<p>-Dance felt that it was like the end of the World cup as we have been kicked out from the Cup although I will still support and follow Ghana all the way.</p>
<p>- It was exciting to see Noxy shaking hands with the France Fans after the game and said &#8211; Thank you for a lovely game and all the best in Africa .</p>
<p><strong> </strong></p>
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		</item>
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		<title>Aus dem Tagebuch von Siphesishle Khumalo</title>
		<link>http://blog.kindernothilfe.org/de/archives/1662</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 08:54:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fußball-WM in Südafrika]]></category>

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		<description><![CDATA[Der 15-Jährige Siphesihle Khumalo nimmt teil an dem Projekt Thandanani in Pietermaritzburg, bei dem Waisen betreut werden.  Im April traf er den Kindernothilfe-Botschafter Urs Meier bei dessen Reise durch Südafrika und jetzt, während der WM, schreibt er Tagebuch. Für unseren Blog gewährt er uns einen kleinen Einblick. Nhlanhla Ndlovu, Entwicklungs-Koordinator von Thandanani, hat die Passagen ins Englische übersetzt.  
Opening Ceremonies
The opening ceremonies were so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der 15-Jährige Siphesihle Khumalo nimmt teil an dem Projekt Thandanani in Pietermaritzburg, bei dem Waisen betreut werden.  Im April traf er den Kindernothilfe-Botschafter Urs Meier bei dessen Reise durch Südafrika und jetzt, während der WM, schreibt er Tagebuch. Für unseren Blog gewährt er uns einen kleinen Einblick. Nhlanhla Ndlovu, Entwicklungs-Koordinator von Thandanani, hat die Passagen ins Englische übersetzt.  </strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Opening Ceremonies</span></p>
<p>The opening ceremonies were so exciting and colourful. I saw a lot of things, including participating international music stars. The Soccer City stadium was full to capacity and everyone was happy. I could feel that the world cup is finally here in Mzansi. Young and old were enjoying themselves, and I wished I was there to join in the celebrations.</p>
<p>Vuvuzelas were blowing non-stop, people waving their flags and wearing colours of their respective countries. But South African colours dominated. I was also in my Bafana Bafana soccer jersey Malume (uncle) bought me. And I felt good being a South African.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">The opening match</span></p>
<p>Soccer City stadium was again full to capacity. I couldn’t wait for the first whistle to have the game started. But at the same time I was scared that Mexico could be more experienced than Bafana Bafana. The first-half was always tense with Mexico threatening. It was only in the second-half when Bafana scored the first goal of the match that I relaxed hopping that they were going to beat Mexico. I felt said when they equalized, but it was good match with a lot of promising showing from Bafana Bafana. It was only said that Nelson Mandela had lost his grand-daughter a night before the opening match.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">The match against Paraguay</span></p>
<p>Before the match Malume kept on telling me that Bafana if Bafana win they would progress to the next round. We watched that game in anticipation of a win. But when Itumeleng Khune was sent off I lost hope as he is our number one keeper. Losing by three goals to nil was a very said moment for me. But I still enjoyed watching other teams playing good football. I hope that we are going to win against France and join African countries like Ghana who seem destined to progress to the last 16. 3 or 4 goals are difficult to get, but God might be on our side. The showing by Spain was great and full of flair and I wish we do the same. “I will tell you more after the match against France this evening”, he says.</p>
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		<title>Public Viewing in Pietermaritzburg</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 08:27:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fußball-WM in Südafrika]]></category>

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		<description><![CDATA[Südafrikas Kinder erfinden auch ihr ganz eigenes Public Viewing: In Pietermaritzburg etwa sammeln sie sich vor Geschäften, die die WM-Spiele auf Fernsehgeräten im Schaufenster zeigen.  Derrick Mabaso, Mitarbeiter des Kindernothilfe-Partners Youth For Christ, berichtet: 
Three Boys between 10 and 14 are looking through the window in one of the shops in Pietermaritzburg. The time was 17h40 after I have come out from work . [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Südafrikas Kinder erfinden auch ihr ganz eigenes Public Viewing: In Pietermaritzburg etwa sammeln sie sich vor Geschäften, die die WM-Spiele auf Fernsehgeräten im Schaufenster zeigen.</strong>  <strong>Derrick Mabaso, Mitarbeiter des Kindernothilfe-Partners Youth For Christ, berichtet: </strong></p>
<p>Three Boys between 10 and 14 are looking through the window in one of the shops in Pietermaritzburg. The time was 17h40 after I have come out from work . One was wearing black hair piece around his left arm -as he was screaming yes Droba &#8230;Droba.</p>
<p>When I was with them I than notice that they are watching a TV in one of the Chine&#8217;s shops that sell furniture and other things . The game that they were watching was Portugal VS Ivory Cost /Codivore. The game was gone 65munites to the second half and I thought that I should also look with them as I still have to travel about 25 km before I reach my family house .</p>
<p>It was exciting for the three boys and when I asked question about the two teams you could easily pick up the feeling that they have to watch the two teams in our own soil . The one that was wearing a hair peace was presenting the captain and he was not shy to show me look at my arm bend. &#8220;I am indeed Captain of Ivory Cost &#8211; Droba.&#8221;</p>
<p>This was a good opportunity for the 3 boys to get a chance to watch this game despite that the shopowner had switch on this TV and make it face the outside was for marketing purpose . Three boys after the game were confirming that the next day they must come again to this shop for a game although they were bit sad that they wont watch Brazil at Night as it will be closed from this shop .</p>
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		<title>So erleben die Khayalethu-Kinder die WM</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 07:56:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fußball-WM in Südafrika]]></category>

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		<description><![CDATA[Die WM macht erfinderisch: Die Mädchen und Jungen im Straßenkinder-Projekt Khayalethu in Pietermaritzburg haben sich Flaggen der etwas anderen Art gebastelt und ihnen auch einen Namen gegeben: Makarabha.




Und so kommentierten die Kinder das Eröffnungsspiel Südafrika gegen Mexiko:
&#8220;It&#8217;s like I&#8217;m dreaming!! Wake me up, wake me up&#8230;&#8221;
&#8220;I&#8217;m NOT FEELING it..whoo hoo&#8230; I&#8217;m LOVING IT!! It&#8217;s crazy!!&#8221;
&#8220;It&#8217;s very good, Idon&#8217;t just FEEL [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die WM macht erfinderisch: Die Mädchen und Jungen im Straßenkinder-Projekt Khayalethu in Pietermaritzburg haben sich Flaggen der etwas anderen Art gebastelt und ihnen auch einen Namen gegeben: Makarabha.</strong></p>
<p><a rel="attachment wp-att-1618" href="http://blog.kindernothilfe.org/de/archives/1615/100_1313-3-4"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1618" title="100_1313 (3)" src="http://blog.kindernothilfe.org/de/wp-content/uploads/2010/06/100_1313-33-250x187.jpg" alt="" width="250" height="187" /></a></p>
<p><a rel="attachment wp-att-1619" href="http://blog.kindernothilfe.org/de/archives/1615/100_1387-3-2"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1619" title="100_1387 (3)" src="http://blog.kindernothilfe.org/de/wp-content/uploads/2010/06/100_1387-31-250x187.jpg" alt="" width="250" height="187" /></a></p>
<p><a rel="attachment wp-att-1620" href="http://blog.kindernothilfe.org/de/archives/1615/100_1393-2-2"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1620" title="100_1393 (2)" src="http://blog.kindernothilfe.org/de/wp-content/uploads/2010/06/100_1393-21-250x187.jpg" alt="" width="250" height="187" /></a></p>
<p><a rel="attachment wp-att-1621" href="http://blog.kindernothilfe.org/de/archives/1615/100_1311-3"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1621" title="100_1311 (3)" src="http://blog.kindernothilfe.org/de/wp-content/uploads/2010/06/100_1311-3-250x187.jpg" alt="" width="250" height="187" /></a></p>
<p><strong>Und so kommentierten die Kinder das Eröffnungsspiel Südafrika gegen Mexiko:</strong></p>
<p>&#8220;It&#8217;s like I&#8217;m dreaming!! Wake me up, wake me up&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;I&#8217;m NOT FEELING it..whoo hoo&#8230; I&#8217;m LOVING IT!! It&#8217;s crazy!!&#8221;</p>
<p>&#8220;It&#8217;s very good, Idon&#8217;t just FEEL it &#8230; I&#8217;m ENJOYING it!!&#8221;</p>
<p>&#8220;The boys played well, but we don&#8217;t want a draw. However the game was very good and I am happy we did not loose. Thanks.&#8221;</p>
<p>&#8220;We played very well in the first half, but after that felt some pressure from Mexico. We are so happy that we did not loose. Next time we must put more effort.&#8221;</p>
<p>&#8220;It was fantastic, AYOBA!&#8221;</p>
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		<title>Vorfreude in Pietermaritzburg</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 08:59:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunhild Aiyub</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fußball-WM in Südafrika]]></category>

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		<description><![CDATA[Lisa Ellis vom Kindernohilfe-Partner Youth for Christ über die Vorfreude im Straßenkinderprojekt in Pietermaritzburg am 10. Juni:
The excitement is mounting in the boys shelter! Vuzuzela&#8217;s are blowing and energy levels are extremely high! The boys also have &#8216;makarabha&#8217;s&#8217; (safety hats creatively painted in South African colours by the boys). All this excitement as staff and [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lisa Ellis vom Kindernohilfe-Partner Youth for Christ über die Vorfreude im Straßenkinderprojekt in Pietermaritzburg am 10. Juni:</strong></p>
<p>The excitement is mounting in the boys shelter! Vuzuzela&#8217;s are blowing and energy levels are extremely high! The boys also have &#8216;makarabha&#8217;s&#8217; (safety hats creatively painted in South African colours by the boys). All this excitement as staff and children will gather in front of the television in the boys shelter to watch the opening ceremony at 2pm and the soccer match at 4pm!</p>
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		<title>Der haitianische Staat ist wieder da</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 14:52:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Katastrophe in Haiti]]></category>
		<category><![CDATA[wir]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Jürgen Schübelin, Port-au-Prince
Seit Wochen haben wir genau immer wieder das gefordert, was jetzt langsam aber sicher auf den Straßen von Port-au-Prince sichtbar wird: Dass die haitianischen Behörden, der Staat, der am 12. Januar bis ins Mark erschüttert wurde, endlich wieder das Heft in die Hand nimmt, in Erscheinung tritt und seinen Bürgern gegenüber manifestiert: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Jürgen Schübelin, Port-au-Prince</p>
<p><a href="http://blog.kindernothilfe.org/de/wp-content/uploads/2010/04/schübeli-21549.jpg" rel="lightbox[1558]"><img class="size-full wp-image-1569 alignleft" title="schübeli 21549" src="http://blog.kindernothilfe.org/de/wp-content/uploads/2010/04/schübeli-21549.jpg" alt="" width="252" height="168" /></a>Seit Wochen haben wir genau immer wieder das gefordert, was jetzt langsam aber sicher auf den Straßen von Port-au-Prince sichtbar wird: Dass die haitianischen Behörden, der Staat, der am 12. Januar bis ins Mark erschüttert wurde, endlich wieder das Heft in die Hand nimmt, in Erscheinung tritt und seinen Bürgern gegenüber manifestiert: Es gibt auch noch eine nationale Autorität, die sich um euer Wohl Gedanken macht, nicht nur die Internationale Gemeinschaft, nicht nur die US-Soldaten, die UN-Schutztruppe MINUSTAH oder die bunte Schar der Nichtregierungsorganisationen aus aller Herren Länder, die seit Wochen mit ihren Fahrzeugflotten, Fahnen und Logos das Straßenbild prägen.</p>
<p>Der zweifelhafte Politologenwitz, dass man es in Haiti nach dem Erdbeben nicht mit einem „failing state“ (einen versagenden Staat) sondern mit einem gänzlich „fehlenden Staat“ zu tun hätte – der Präsidentenpalast und 23 von 24 Ministerien stürzten in sich zusammen – ist jedenfalls überholt: Jawohl, es gibt sie wieder, die staatliche Autorität der Repiblik Ayití.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://blog.kindernothilfe.org/de/wp-content/uploads/2010/04/HaitiPräsidentenpalast2.jpg" rel="lightbox[1558]"><img class="aligncenter size-full wp-image-1566" title="HaitiPräsidentenpalast" src="http://blog.kindernothilfe.org/de/wp-content/uploads/2010/04/HaitiPräsidentenpalast2.jpg" alt="" width="600" height="400" /></a>Das fängt bei der Einreise an, auf dem internationalen Teil des Flughafens von Port-au-Prince – dort wo vor der Katastrophe vom 12. Januar jeden Tag bestenfalls eine sehr überschaubare Zahl von Maschinen ihren Weg fand, jetzt aber reihenweise Linienflüge aus der ganzen Region angeboten werden, immer voll mit Nachschub an neuen Helfern und weiteren Erdbebeninteressierten. Der haitianische Staat wartet auf die Neuankömmlinge in einem zur Empfangshangshalle umgebauten ehemaligen Warenlager, mit grünen und weißen Formularen, ähnlich denen, die man seit eh und je bei der Einreise in die USA oder einem Transitstopp in Miami ausfüllen muss. Der Unterschied: In Haiti geht alles viel schneller, kein Blick auf den Einreisenden, drei Stempel und zack, der nächste.</p>
<p>Anders als in den Tagen direkt nach dem 12. Januar, als GIs und US-Marines sogar den Verkehr auf den Kreuzungen von Port-au-Prince regelten, präzise und autoritär, immer mit umgehängtem Schnellfeuergewehr, hat jetzt wieder die haitianische Polizei das Heft in der Hand, mit der gewohnten Gelassenheit und Gesten, bei denen man nicht erkennen kann, ob man jetzt losfahren darf – oder besser doch noch nicht. Die US-Soldaten sind zum größten Teil abgezogen, jetzt kontrollieren wieder haitianische Beamten. Wir werden abends, nach Einbruch der Dunkelheit, sogar ein paar Mal angehalten. Nach einem kurzen Blick ins Auto, ob da nicht jemand mit vorgehaltener Waffe ein paar „Blancs“, Weiße, entführt hat, werden wir weitergewunken.</p>
<p>Eine weitere gute Nachricht: Nach einem wochenlangen Nervenkrieg ist es dem KNH-Haiti-Team endlich gelungen, ein zweites Dienstfahrzeug für die Betreuung der inzwischen auf die Zahl von 19 angewachsenen Projekte und Humanitäre-Hilfe-Programme mit 7400 Kindern und Jugendlichen zu beschaffen. Alle internationalen Organisationen brauchen dringend Autos, um ihre Arbeit bewerkstelligen zu können. Der Markt ist leergefegt. Wir haben dank des Verhandlungsgeschicks und der Beharrlichkeit unseres Landesdirektors Alinx Jean-Baptiste Erfolg und ergattern einen Pick-up mit einer ordentlichen Ladefläche, um auch Hilfsgüter transportieren zu können.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://blog.kindernothilfe.org/de/wp-content/uploads/2010/04/Haiti69264.jpg" rel="lightbox[1558]"><img class="aligncenter size-full wp-image-1578" title="Haiti69264" src="http://blog.kindernothilfe.org/de/wp-content/uploads/2010/04/Haiti69264.jpg" alt="" width="600" height="400" /></a>Doch die Freude währt nur kurz. Gleich nach drei Tagen wird das Fahrzeug von der Polizei aus dem Verkehr gezogen. Begründung: Das provisorische Nummernschild, von der Autofirma äußerst kreativ fotokopiert und hinten auf die Scheibe geklebt, weil es derzeit einfach keine „roten Nummern“ in Haiti gibt, sei illegal. Das stimmt, wir können nicht widersprechen. Auf dem Depot der zentralen Verkehrspolizeidirektion von Port-au-Prince, dort, wo kurz vor dem Hafen die Delmas-Straße beginnt, wird unser Pick-up also erst einmal an die Kette gelegt, in einer Reihe mit Fahrzeugen von Ärzten ohne Grenzen, Save the Children, World Concern, des örtlichen EU-Büros der und der US-Regierung, die, um Projekte zu begleiten, zusätzliche Fahrzeuge angemietet hat. Auch auf ihren Scheiben kleben kopierte Nummernschilder. Die illustre Nachbarschaft trägt wenig zu unserer Schmerzlinderung bei, zumal die Beschlagnahmung ohne jegliche Quittung erfolgte und bei den täglichen Besuchen auf dem Gelände der Polizei niemand mehr zu sagen vermag, wo eigentlich die Schlüssel des Fahrzeugs aufbewahrt sind.</p>
<p>Alinx und ich schaffen es am fünften, zwangsweise autofreien Tag für Kindernothilfe, immerhin bis zum obersten Chef der Verkehrspolizeidirektion. Wir ziehen alle Register, erklären, warum wir das Fahrzeug wirklich dringend brauchen, dass unsere Arbeit ja nicht einfach per Tap-Tap, den wunderschön bemalten, bunten, ständig überfüllten haitianischen Sammeltaxis, zu bewältigen ist. Dieses Argument leuchtet ein. Als wir in unserem Gespräch mit dem Polizeichef dann bei Jürgen Klinsmann und der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland angelangt sind, wächst bei Alinx und mir die Zuversicht, dass wir unseren Pick-up am Ende mitnehmen dürfen. Wenn bloß nicht in diesem Moment der Besitzer des Autohauses, bei dem Kindernothilfe das Fahrzeug gekauft hat und der in Sachen internationaler Kundschaft angesichts der Massenbeschlagnahmung seiner Autos die Felle davon schwimmen sieht, zur Tür hereingekommen wäre. Die Stimmung kippt: Jetzt macht der Polizeichef den Mann von der Fahrzeugniederlassung vor uns zur Schnecke. Was ihm denn einfalle, seine Kunden mit fotokopierten Nummernschildern auf die Strasse zu schicken.</p>
<p>Der Autohändler antwortet kleinlaut, dass es an keiner Stelle in Port-au-Prince „rote“ Nummernschilder zu beschaffen gäbe und er seit Wochen auf einen Stempel warten würde, der es ihm ermöglicht, seine Steuern zu bezahlen. Die Staatsgewalt in Gestalt unseres Polizeichefs bleibt konsequent: Wir haben nie erfahren, was unser Autohändler an diesem Tag an Strafe bezahlen musste, auf alle Fälle wird unser Pick-up anschließend aus dem Polizeigewahrsam auf das Gelände der Autofirma zurück überführt. Immerhin.</p>
<p>Dann wieder zähe und lange Verhandlungen mit dem Autohaus: Schließlich sprechen wir einmal am Tag in wechselnder Besetzung als KNH-Haiti-Team in den Verkaufsräumen vor, erklären, dass wir endlich unseren Pickup bräuchten. Nach fünf Tagen ist es dann endlich soweit: Wir verlassen mit einem ordentlichen „roten“ Nummernschild das Firmengelände.</p>
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