Artikel mit dem Schlagwort Schule

Nepal Stories VI: Phönix aus der Asche

Ein Haufen Schutt und Asche. Viel mehr war von der Setidevi Sharada Sekundarschule nach den Erdbeben im letzten Jahr nicht übrig. Jetzt steht die Schule wieder – und natürlich hat sie sich nicht von selbst aus den Trümmern erhoben, wie ein Phönix aus der Asche. Unser Partner AMURT hat da kräftig mitgemischt…

Nepal: Im Sommer zu heiß, im Winter zu kalt. Trotzdem hat die Übergangsschule in Lamo Sanghu ihren Zweck erfüllt.

Im Sommer zu heiß, im Winter zu kalt. Trotzdem hat die Übergangsschule in Lamo Sanghu ihren Zweck erfüllt.

Die Erdbeben, die Nepal im April und Mai letzten Jahres erschütterten, waren ein Schock für die Kinder und alle anderen Menschen der Region. Die Infrastruktur war zerstört, kaum eine Schule stand noch. Und nur langsam kam die Bildung in den Dörfern des Bergstaates wieder in Fahrt.

Im Falle der Setidevi-Schule in Lamo Sanghu gab es für die vielen Schüler zunächst einmal bloß behelfsmäßige Lernstätten: Einfache Wellblechhütten oder auch Zelte, in denen das Lernen oft schwerfiel. „Im Sommer war es viel zu heiß“, erinnert sich Sonu Pahari, eine Viertklässlerin. „Und in der Monsunzeit hat es ständig reingeregnet – doch am schlimmsten war der Winter: Da sind wir alle zu Eiszapfen gefroren.“

Sicher lernen – und Schulessen gibt es auch!

Für unseren Partner AMURT war klar, dass die Kinder endlich wieder eine richtige Schule brauchten. Auf dem Gelände mussten zuerst die Trümmer der zwei alten Schulgebäude weggeschafft werden – AMURT baute von Grund auf neu. Bis April diesen Jahres dauerten die Bauarbeiten, dann konnte die neue Schule eröffnet werden.

Nepal: Das neue Schulgebäude ist hier in der Bibliothek sogar mit Teppichboden ausgestattet - damit die Kinder nicht mehr frieren müssen.

Das neue Schulgebäude ist hier in der Bibliothek sogar mit Teppichboden ausgestattet – damit die Kinder nicht mehr frieren müssen.

„Endlich kann ich wieder in einer sicheren Umgebung lernen – ganz ohne Angst!“, sagt Sonu Pahari dazu. Das stimmt: Die neu errichtete Schule ist weitaus stabiler als ihr Vorgänger, der dem Erdbeben zum Opfer fiel. Und gemütlicher ist es auch geworden: AMURT liefert tägliches Schulessen für die über 300 Schulkinder, stattete die Räume der unteren Schulklassen mit Teppichen aus – und auch Taschen und jede Menge Papier gab es für die Kinder.

„AMURT hat uns geholfen, aus Schutt und Asche wiederaufzustehen“, sagt Schulleiter Basu GC dankbar. „Nun liegt es an uns, auch in Sachen Bildung zurück zu alter Stärke zu finden.“

Der ganze Stolz des Dorfes: die neue Schule in Lamo Sanghu in Nepal

Der ganze Stolz des Dorfes: die neue Schule in Lamo Sanghu in Nepal

Nepal Stories II: Satt und schlau – das Schulessen ist fertig!

Mittagessen ist fertig! Seit die Schüler im bergdorf Attarpur in Nepal mittags verpflegt werden, kommen sie regelmäßiger zum Unterricht.

Mit knurrendem Magen in der Schule: Für Sujan, Achtklässler in der abgelegenen Shanti-Udaya-Schule, war das vor dem Erdbeben 2015 eine alltägliche Zitterpartie. Wenn seine Eltern ihm kein Essen mitgeben konnten oder Kleingeld, um sich etwas zu kaufen, nagte spätestens ab Mittag der Hunger an ihm. Nach dem Erdbeben stellte sich die Frage gar nicht mehr: Die Not war so groß, dass Sujan immer ohne Essen auskommen musste.

In der Schulkantine wird das Essen jeden Tag frisch zubereitet. Das spart Geld und die Kinder müssen nicht mit leerem Magen zu lernen.

In der Schulkantine wird das Essen jeden Tag frisch zubereitet. Das spart Geld und die Kinder müssen nicht mit leerem Magen zu lernen.

Unser Partner AMURT erkannte die Situation und richtete eine Schulkantine ein, in der fortan täglich für die Kinder gekocht wird. „Das hat die Schule und ihr gesamtes Umfeld nachhaltig verändert“, sagt Karl Andersson, Projektkoordinator unserer Partnerorganisation AMURT. Das sieht auch Schulleiter Amir Lal Shrestha so: „Bevor wir für die Kinder Mittagessen anbieten konnten, gab es immer Schüler, die wegen des Nahrungsmangels gar nicht erst zur Schule kamen. Jetzt fehlt keiner mehr“.

Händewaschen nicht vergessen

Jeden Tag um 13 Uhr ist es dann soweit: In der Schule im Bergdorf Attarpur ist das Essen fertig. Es gibt Reis, Brot, verschiedene Hülsenfrüchte und Haluwa-Gemüse. „Wenn die Kinder das Essen woanders kaufen müssten, würde sie das jeden Tag 40 Rupien (etwa 34 Eurocent) kosten“, erklärt der Schulleiter. „Zu viel für die Menschen in dieser Region“.

Gut gelauntes Schlangestehen fürs Mittagessen

Gut gelauntes Schlangestehen fürs Mittagessen

Bevor sich die Schüler vor der Essenausgabe anstellen, waschen sie sich sorgfältig Hände und Mund. Nach dem Essen tun sie dasselbe. Für den Schulleiter ist das ein wichtiger Aspekt: „Die Schüler achten seitdem besser auf ihre Hygiene und Gesundheit“.

Gut gelauntes Schlangestehen fürs Mittagessen

Gesundheitsvorsorge inklusive: das Händewaschen gehört immer dazu!

Das Schulessen ist Teil unseres Programms zum Wiederaufbau zerstörter Schulen in Nepal. Dazu gehören auch Schuluniformen, Schultaschen und Schreibmaterial, die unser Partner AMURT an die Schüler verteilt hat.

Nepal Stories I: Gemeinsame Hilfe trägt Früchte

Gute Stimmung herrschte unter den Schülern während der Pflanzaktion

Grüner wird’s nicht? Doch! Mehr als ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben in der Region Sindhupalchok können sich die Schülerinnen und Schüler der Shanti-Udaya-Schule wieder um schöne Dinge wie den Schulgarten kümmern. Ab heute berichten wir hier im Blog in loser Folge darüber, wie die Menschen in Nepal dank unserer Unterstützung wieder Mut und Fuß fassen.

Es geht voran in Nepal:  Am 13. Juni, rechtzeitig vor Beginn der Mosunsaison, pflanzen die Schulkinder in Sindhupalchok 300 Setzlinge verschiedener regionaler Baumarten, darunter Pflaumen- und Birnbäume, Pinien und Himalaya-Zypressen. Das Team unseres Projektpartners AMURT, das sich seit der Naturkatastrophe um die Schule kümmert, stellte das frische Grün bereit. Neben den Schülern haben es sich auch die Lehrer und Partner nicht nehmen lassen, bei der Pflanzaktion Hand anzulegen.

Erwartungsvoll gehen die Schülerinnen an die Arbeit

Erwartungsvoll gehen die Schülerinnen an die Arbeit

„Der vom Erdbeben dezimierte Baumbestand rund um die Schule wird nicht nur aus Umweltschutzgründen aufgeforstet“, sagt Schulleiter Amir Lal Shrestha. „Wir pflanzen auch Obstbäume,  damit bessern wir das Schuleinkommen auf“. Der Achtklässler Ganesh Shrestha, der gerade einen Pflaumenbaum gepflanzt hat, findet noch etwas anderes wichtig: „Der Blick ins Grüne macht das Lernen leichter“. Die Kinder freuen sich schon auf den Monsun – eine Zeit, in der man den Bäumen fast beim Wachsen zusehen kann.

Erst mal ein Loch buddeln: Mit der Spitzhacke bereiten die Schüler den Boden vor

Erst mal ein Loch buddeln: Mit der Spitzhacke bereiten die Schüler den Boden vor