Artikel vom Juli 2017

Im Kindernothilfe-Trikot durch die Anden

Ecuador: Im Kindernothilfe-Trikot durch die Anden

Ecuador: Das Kindernothilfe-Trikot im Einsatz

Im Berufsleben koordiniert Mauricio Bonifaz unsere Projekte in Ecuador. Doch auch sonst ist er für uns unterwegs – als begeisterter Mountainbiker im orangenen Kindernothilfe-Trikot…

Die Tour de France ist in vollem Gange, und im fernen Ecuador haben sicher auch Mauricio Bonifaz und seine Freunde Paúl Cajas und Gabriel Cádenas die Fernseher eingeschaltet, um live dabei zu sein. Sie wissen nur zu gut, was die Radrennfahrer leisten, schließlich fahren sie selber Rennen – als Amateur-Mountainbiker. In ihrem Fall gibt es jedoch eine Besonderheit: Wenn sie im Sattel sitzen, fährt die Kindernothilfe immer mit.

Erst kürzlich haben sie sich neue Kindernothilfe-Trikots zugelegt, in strahlendem Orange und Himmelblau. Die hatten sie auch beim letzten Rennen an, das bis zum Vulkan Chimborazo führte. Dass das kein Spaziergang war, zeigen allein schon die Fotos. Im Bericht von Mauricio hört sich das so an:

„Dieses Rennen – es gilt als das schwerste in ganz Ecuador – war SPEKTAKULÄR! Es ging 39 Kilometer immer nur hoch, hoch, hoch auf das Andenhochland. Am Ende waren wir in den Ausläufern des Chimborazo, 4.830 Meter über dem Meeresspiegel. Dort bleibt einem leicht die Luft weg, nicht nur wegen der Anstrengung, sondern weil sie so dünn ist. Wir haben fast täglich für dieses Rennen trainiert, und trotzdem hatte ich auf der Hälfte der Strecke eine Schwächephase, die uns einige Plätze gekostet hat. Schließlich haben wir es jedoch geschafft, in drei Stunden und 48 Minuten voller Schweiß und Schmerzen.“

Ecuador: Das Trikot ist die Botschaft

Das Trikot ist die Botschaft beim schwersten Rennen des Landes

Seit vier Jahren in den Kindernothilfefarben

Schon 2001 entdeckte Mauricio seine Leidenschaft für den Mountainbike-Sport, nachdem er sich vorher eher für Leichtathletik begeistert hatte. Warum er sich die Rennstrapazen antut? Weil er es liebt, die eigenen körperlichen und mentalen Grenzen zu überschreiten. 1.900 positive Höhenmeter misst die – übrigens neu abgesteckte – Rennstrecke auf den Chimborazo. Die Zahl markiert die Summe der Anstiege auf der gesamten Distanz – nur dass die Höhendifferenz in diesem Fall fast an einem Stück bewältigt werden muss! Das macht die Leistung Mauricios und seiner beiden Renngefährten noch erstaunlicher.

Die Aufmerksamkeit, die sie als Radrennfahrer erhalten, nutzen sie für den guten Zweck. Seit vier Jahren fahren sie im Kindernothilfe-Trikot, die neue Version tragen sie mit besonderem Stolz. Es macht sie immer gut erkennbar – fast so gut wie das Gelbe Trikot der Tour de France.