Artikel vom März 2013

Bolivien: Notstand in Chapare ausgerufen

Von Jürgen Schübelin

Nach wochenlangem Dauerregen mit entsprechenden Überschwemmungen musste die bolivianische Regierung für den Chapare, den tropischen Teil des Departments Cochabamba, den Notstand ausrufen.

Wie das Kindernothilfe-Büro in Cochabamba am Freitag berichtete, sind mehr als 6.000 Familien aus insgesamt 120 Dörfern und Weilern von dem Hochwasser betroffen und mussten zum Teil evakuiert werden. 14 Schulen wurden entweder von den Wassermassen komplett zerstört oder stark beschädigt: „Am härtesten hat es die Kleinbauernfamilien getroffen“, schreibt Benedicto Rojas, Kindernothilfe-Landesdirektor für Bolivien nach Duisburg, „die Aussaat auf über 5.000 Hektar wurde durch Wassermassen und Schlamm vernichtet.“

Aus dem tropisch-subtropischen Chapare kommt fast alles Gemüse und Obst auf den Märkten in Zentral-Bolivien. Auch in den Hochandenregionen, in denen sich die meisten der von Kindernothilfe in Bolivien unterstützten Projekte befinden, hatte es in den zurückliegenden Wochen extrem stark geregnet. Allerdings waren dort die Schäden an Infrastruktur, Häusern und Felder nicht ganz so verheerend.

„Make every day an International Women’s Day!“

Unser indischer Partner CeFHA schickte uns zum Weltfrauentag diesen Aufruf:

“ CeFHA is working for the development of indigenous communities on various development activities and our main focus is girl child empowerment, children education and women socio economic, health and educational empowerment , manage natural resources and identity as land owners, women farmers, carpenters and masons (skilled persons) in the villages of Kotauratla mandal of Visakhapatnam.

As we all know every year on 8 March, the International Women’s Day, thousands of events are held throughout the world to inspire women and celebrate achievements. A global web of rich and diverse local activity connects women from all around the world ranging from political campaigns, business conferences and government activities and networking events through to local women’s organizations and community women initiatives and more.

Much progress has been made to protect and promote women’s rights in recent times. However, nowhere in the world can women claim to have all the same rights and opportunities as men, according to the UN. The majority of the world’s 1.3 billion absolute poor are women. On average, women receive between 30 and 40 percent less pay than men earn for the same work. Women also continue to be victims of violence, with rape and domestic violence listed as significant causes of disability and death among women worldwide.

In recent decades, much progress has been made on a worldwide level, women’s access to education and proper health care has increased; their participation in the paid labor force has grown; and legislation that promises equal opportunities for women and respect for their human rights has been adopted in many countries. The world now has an ever-growing number of women participating in society as policy-makers.

This year, let us join together to make a difference, think globally and act locally!! Make every day an International Women’s Day. Let us commit ourselves to ensure that the future for girls is bright, equal, safe and rewarding.

The above said program begins at 11 Am, 8th March at CeFHA Campus and we kindly request you to join us , participate and share your views on this special day event.“

NO TO VIOLENCE

Am 4. März finden in Kenia Wahlen statt. In den vergangenen Jahren wurden sie von großer Gewalt und Blutvergießen begleitet. Mitarbeiter und Freiwillige des St. Martins Straßenkinderprojekts in Nyahururu waren in den vergangenen Wochen auf einer Friedensmission, um in diesem Jahr Ausschreitungen zu verhindern. Ein Bericht von Projektmitarbeiter Chris Thuku.

„In unserer Geschichte haben Wahlen immer Gewalt, Totschlag, Verstümmelung und Vertreibung tausender Menschen verursacht. Unsere Region war auch alle fünf Jahre bei jeder Wahl davon betroffen. Dieses Mal jedoch haben viele Organisationen und Gruppen eine Friedenskampagne gestartet, um Gewalt zu verhindern.  St. Martin war eine der Stimmen für den Frieden.

• Wir haben 23 verschiedene Kirchengemeinden besucht und während der Sonntagsgottesdienste mit den Menschen gesprochen.

• Wir haben Mitarbeiter der Stadtverwaltung an einen Tisch gebracht und mit ihnen einen Friedensworkshop veranstaltet.

• Wir sind zu den Blumenfarmen gegangen, auf denen Menschen aus vielen verschiedenen Völkern arbeiten, und haben mit ihnen über ein friedliches Zusammenleben gesprochen.

• Wir sind auf die jungen Leute in unseren Dörfern zugegangen, auf die Studenten, die Jugendlichen in den Kirchengemeinden, die jungen Geschäftsleute in den Städten, und haben ihnen gesagt, dass Frieden bei uns beginnen muss.

• Wir haben 10.000 Flugblätter mit einer Friedensbotschaft gedruckt und an alle Zielgruppen verteilt, die sie wiederum weitergegeben haben an ihre Familien und Freunde, die wir nicht erreichen konnten.

• Ein anderes Projekt hat uns geholfen, Geschichten von Leuten aufzunehmen, die von der Gewalt in den letzten Jahren betroffen gewesen waren, und haben diese Clips auf unserer Friedens-Homepage „Nisamehe“ und auf YouTube gepostet.

Insgesamt haben wir über 11.000 Menschen erreicht, die als Friedensstifter fungieren können, sollte es zu Spannungen kommen.

Wir gehen in diese Wahlen mit dem Vertrauen, dass Frieden eine Chance hat.

Allerdings können wir jetzt nicht stillsitzen und davon ausgehen, dass wir nichts mehr tun müssen. Wir müssen wachsam bleiben und den Armen helfen, wenn sie Hilfe brauchen. Dies ist die Zeit, alle Kenianer zu größerer Einheit aufzurufen.

Sind wir in der Lage, dieses Mal ein großes NEIN zur Gewalt zu sagen?“