Artikel vom April 2011

Indien: Besuch bei Patenkind Rehka

Sigrid und Günter Heemann aus Oldenburg i.O. besuchten ihr Patenkind Rekha im Holy Cross Boarding Home. Ihr Fazit nach dem Besuch: „Die Hilfe für die aus sehr schwierigen und armen Verhältnissen stammenden Mädchen war und ist eine richtige Entscheidung.“

Die Pateneltern Sigrid und Günter Heemann mit dem Patenkind Rekha. Fotos: privat Seit 1978 unterstützen wir die Kindernothilfe mit der Unterstützung von Patenkindern und Projekten. Nach dem Ende des aktiven Berufslebens wollten wir bereits 2010 unser Patenkind in Indien besuchen. Leider konnten wir diese Reise erst 2011 als Vorverlängerung einer anschließenden Studienreise antreten. Mit den freundlichen Hinweisen der Kindernothilfe nahmen wir ersten Kontakt per E-Mail mit dem Projektpartner in Indien sowie dem Wohnheim der Schülerrinnen in Nandyal auf. Beide Kontaktpartner informierten uns umfassend und beantworteten unsere Fragen sehr entgegenkommend.

Sechs Stunden Fahrt nach Nandyal
Voll gespanntem Interesse flogen wir einen Tag lang nach Indien und setzten unsere Reise sofort mit einem Mietwagen mit Fahrer 287 km von Hyderabad nach Nandyal fort. Die Fahrt über die Straßen war bereits das erste Erlebnis und wäre ohne unseren Fahrer Abdol wohl kaum nach ca. 6 Stunden gelungen.

Bereits am Abend des gleichen Tages nahmen wir Kontakt zum Holy Cross Boarding Home, einem Mädchenwohnheim, auf und trafen uns mit dem Ehepaar Jacob, das das Heim betreut. Wir vereinbarten uns für den nächsten Morgen zum indischen Frühstück im Wohnheim.

Sandbilder und Willkommenstänze
Eine erste Überraschung erwartete uns an der Grundstückseinfahrt, die mit einem Willkommensschild geschmückt war. Der Boden vor dem Eingang zum Gebäude war mit kunstvollen Sandbildern verziert. Auf dem Schulgelände wurden wir mit Tänzen und Willkommensritualen von begeisterten jungen Mädchen des Wohnheims begrüßt. Die erste Begegnung mit dem Patenkind Rekha hat uns sehr berührt und emotional aufgewühlt. Nach dem Frühstück übergaben wir Rekha ein Fotobuch unserer Familie und mit einem kleinen Geschenk gratulierten wir zu ihrem 14. Geburtstag.

Im Unterrichts- und Schlafraum der Mädchen wurden wir mit Blumenkränzen und Tänzen begrüßt. Das aufmerksame Gastgeschenk, eine Uhr mit Lampe und Delphinen, die uns mit der Ortszeit von Nandyal dauerhaft an unseren Besuch erinnert, konnten wir mit Haarschmuck für die Mädchen erwidern. Beeindruckend und überwältigend war die Freude und Freundlichkeit, die uns entgegengebracht wurde und mit der die Mädchen ihre Tänze vortrugen.

Besichtigung des Mädchenwohnheims
In Begleitung von Jacob Srinivas, dem Leiter des nahegelegenen Jungenwohnheims, konnten wir das Mädchenwohnheim besichtigen und erfuhren viel über die Unterbringung und Versorgung sowie den Tagesablauf, den Unterricht und die Ausbildung der Mädchen. Beeindruckend waren die praxisorientierten und sehr anschaulichen Unterrichtsmaterialien an den Wänden der Schulräume. Dabei wurden auch die Rechte der Kinder nicht vergessen. In der Schule lernten wir auch eine ehemalige Schülerin des Mädchenwohnheimes kennen, die als Lehrerin arbeitet.

Besuch bei Rekhas Mutter 
Wir besuchten eine nahegelegene weiterführende Schule, in der wir vom Schulleiter über die Schulinhalte informiert und von den Kindern fröhlich begrüßt wurden. Am Nachmittag konnten wir Rekhas Mutter in ihrem Dorf besuchen und die Wohn- und Lebensverhältnisse kennen lernen.

Auf der Rückfahrt besuchten wir einen Hindutempel, bei dem ein großes Fest stattfand, das mit vielen Besuchern und buntem Treiben beeindruckte. Da uns das Hotel in Nandyal kein Frühstück bereiten konnte, versorgte uns das Wohnheim mit dem Frühstück am nächsten Morgen, bevor wir uns von unserem Patenkind und den aufmerksamen und hilfsbereiten Betreuern verabschieden und nach Hyderabad zurückfahren mussten.

„Wir wurden in unserer Überzeugung gestärkt!“
Die bewegende und tief berührende Begegnung mit freundlichen und offenen Menschen hat uns in unserer Überzeugung bestärkt, dass die Hilfe für die aus sehr schwierigen und armen Verhältnissen stammenden Mädchen eine richtige Entscheidung war und ist.

Sigrid und Günter Heemann, Oldenburg i.O.

Im Kindergarten geht es weiter

Glückliche Kinder im Projekt

(08. April 2011) Anbei ein kurzes Foto von mir: Glückliche Kindergesichter!
Ab Montag darf der Kindergarten endlich wieder ganztags Kinder betreuen!

Unter den Spielsachen hat es übrigens viele Deutsche Fabrikate.

Grüße, Suzann Zumstein