Artikel vom März 2011

Ein großer Tag für alle: Im Kindergarten geht es weiter!

Heute ist ein großer Tag! Der Kindergarten hat nach zähen Verhandlungen endlich das OK bekommen, dass die Kleinsten wieder betreut werden dürfen. Das war sehr emotional und ging allen sehr nahe.

Das heißt für uns: morgen und übermorgen das neue Lokal putzen und einrichten, damit am Montag der Betrieb wieder aufgenommen werden kann.

Mir selbst geht es gut. Ich bin müde von den vielen Eindrücken. Und den ganzen Tag Spanisch zu sprechen, ist auch nicht ganz ohne….

Bis bald, Suzanne Zumstein

Chile – erste Eindrücke aus dem Projekt

Endlich komme ich dazu, wieder zu schreiben.

Gestern habe ich das erste Mal mit den Kindern gearbeitet! Wegen des Erdbebens im letzten Jahr können die Kleinsten nicht betreut werden. Kaum vorstellbar, was dies für die Kleinen bedeutet!

Hier machen wir eine kurze Pause nach einer Runde Spiel & Sport!!  Am Nachmittag ist es ziemlich heiß und wir müssen uns etwas in den Schatten begeben. Heute Morgen wurde extra für mich ein Desayuno  – ein Frühstück –  veranstaltet und wir saßen an einem reichhaltig gedeckten Tisch!

Es ist sehr beeindruckend, wie viel Freude die Kinder an sehr kleinen Dingen haben. Ich habe aus der Schweiz Spielsachen mitgebracht und die sind der große Renner im Moment!

Bis bald wieder mit News, Susann

Angekommen!

Bin gut & sicher in Santiago nach einer langen Reise in Chile angekommen ! Herzlicher Empfang von 3 ANIDE-Mitarbeitern. Bin nun in einem Hostel für eine Nacht untergebracht. Heute Nachmittag gibt es eine Projekteinführung. Herzliche Grüße aus dem sonnigen Chile!

Mein Zimmer: Nichts Grossartiges, aber sehr gemütlich. Nach einem wunderschönen Abend mit Claudia & Jose von ANIDE geht es heute weiter Richtung Conception.

Hasta luego, Susanna

Nur noch 5 Tage bis zur Abreise

„Morgen zum letzten Mal Spanisch-Unterricht. Jetzt kann ich, was ich kann. Im Moment habe ich das Gefühl, nichts zu können. Morgen beende ich auch meine dreijährige Ausbildung in Transaktionsanalayse – noch 5 Tage bis zur Abreise.“

Aktuelle Infos auf Facebook: http://tiny.cc/ouoty

Eine Kindertagesstätte für Chile

Nach dem ersten Bericht über die Schweizerin Susann Zumstein, die am 24. März 

nach Chile reisen wird, um in einem Kindernothilfe-Projekt mitzuarbeiten, wollen wir heute die Kindertagesstätte „Hermanos en Cristo“ genauer vorstellen.

Noch im im Februar 2010 hatte ein enormes Erdbeben in Chile eine Schneise der Verwüstung verursacht hat. Auch die Kindertagesstätte „Hermanos en Cristo“ in Concepción war so stark beschädigt, dass sie wiederaufgebaut werden muss. Das Epizentrum lag nur 105 km von der Stadt entfernt.

Ohne die Kindertagesstätten wären die Kinder in Chile  sich selber überlassen und würden unbeaufsichtigt auf der Straße spielen. Hier wären sie der Gefahr ausgesetzt, schon früh mit Drogen in Berührung zu kommen oder Opfer sexuellen Missbrauchs zu werden. In den Kindertagesstätten werden die Kinder betreut, schulisch gefördert und unterstützt, bekommen Sicherheit, Geborgenheit und Fürsorge.

Die Tagesstätte „Hermanos en Cristo“ war aufgrund der schweren Schäden teilweise nicht mehr nutzbar. Die Kinderkrippenräume müssen abgerissen und neu gebaut werden. Auch der überdachte Innenhof ist einsturzgefährdet und kann nicht genutzt werden. Gleichzeitig geht die Arbeit mit den Kindern natürlich weiter. Zuerst musste der Unterricht unter freiem Himmel stattfinden. Mittlerweile nutzen die Kinder die noch betretbaren Räume der Einrichtung. Das neue Gebäude der Kindertagesstätte soll erdbebensicher wiederaufgebaut werden. Geplant werden Räumlichkeiten für die Kindergrippe, den Kindergarten sowie Räumlichkeiten für die Jugendlichen.

In der Tagesstätte werden 150 Kinder und Jugendliche ab dem Alter von drei Monaten betreut und gefördert: 20 Kleinkinder in der Kinderkrippe, 100 Kindergarten- und Vorschulkinder und 30 Schüler, die vor bzw. nach dem Schulunterricht die Einrichtung besuchen. Einige Jugendliche werden auch während einer weiterführenden Ausbildung weiter gefördert.

Das Team der Tagesstätte besteht aus einer Direktorin, vier ausgebildeten Erzieherinnen, drei Kindergartenhelferinnen, drei Köchinnen, einer Putzfrau, einer Bürokraft, die auch die Buchhaltung erledigt, und dem Pastor, der für die Seelsorge zuständig ist. Es gibt eine enge Zusammenarbeit mit Fachleuten wie einer Ernährungswissenschaftlerin, Krankenschwestern, Ärzten und Zahnärzten aus dem staatlichen Gesundheitszentrum sowie mit Studenten der Sozialarbeit der lokalen Universität, die in dem Projekt mitarbeiten.

Susann Zumstein reist am 24. März nach Chile, um in dem Projekt mitzuarbeiten. Wir begleiten ihre Reise und Erfahrungen.

Aktuelle Infos auf Facebook: http://tiny.cc/ouoty

Wenn Glück teilbar wird: Eine Schweizerin geht für sechs Wochen nach Chile

Susann Zumstein ist Schweizerin, 45 Jahre alt und Unternehmensberaterin. In einigen Wochen reist sie in ein Kindernothilfe-Projekt nach Chile, um dort mitzuarbeiten. Und erfüllt sich damit einen lang gehegten Herzenswunsch. Wir berichten von ihr in dieser Zeit.

Im Jahr 2009 an ihrem 44. Geburtstag wird aus der Idee, die bislang nur als solche existierte, plötzlich Realität. Susann Zumstein erzählt: „Mein Mann und meine Freunde fragten mich nach Ideen für ein Geburtstagsgeschenk. Also habe ich mich an meinen Herzenswunsch erinnert und mir einfach einen Zuschuss für den Aufenthalt in einem Hilfsprojekt gewünscht – und mich damit dazu verpflichtet, das Projekt auch tatsächlich durchzuziehen.“

Heute, zwei Jahre später, steckt sie in den finalen Vorbereitungen für ihre Reise, die sie am 24. März nach Conception in Chile bringen wird. In dem Projekt „Hermanos en Christo“ leben rund 150 Kinder aus einem Armenviertel, die dort tagsüber betreut werden. Dort wird auch Susann Zumstein sein.

Eine der Bedingungen: Susann Zumstein muss Spanisch sprechen können. Seit dem Oktober vergangenen Jahres lernt sie mit einer Lehrerin aus Ecuador spanisch – zweimal in der Woche zu allen Tages- und Nachtzeiten. Mittlerweile redet sie schon ganz gut und fühlt sich in der Sprache einigermaßen sicher.

Ihr Geschäft schließt sie für sechs Wochen, bevor sie sich ohne Mann und Hund alleine aufmacht. Was sie heute über die kommenden Wochen denkt? „Es geht mir in diesem Leben so gut und ich bin reich beschenkt: Gesundheit, eine liebe Familie, ein toller Mann und gute Freunde gehören dazu.  Ich möchte Kindern, die nicht so viel Glück haben, etwas davon zurückgeben. Und zwar nicht nur mit Geld, sondern mit meinen eigenen zwei Händen!“   

Wir werden mit Susann Zumstein zu Beginn ihres Aufenthalts in Chile in Kontakt bleiben und regelmäßig von ihr berichten.

 Bis dahin wünschen wir ihr weiter eine gute Vorbereitung und Reise.  Aktuelle Infos auf Facebook: http://tiny.cc/ouoty

Wer ist eigentlich….

..unsere Kommunikationsfrau in Haiti: Katja Anger?

Sicher verfolgen einige von Euch die Videonachrichten, die unsere Kindernothilfe-Mitarbeiterin Katja Anger aus Haiti für uns zur Verfügung stellt. Aber: Wer ist überhaupt diese Katja Anger, die da für uns vor Ort ist….

Die gebürtige Berlinerin hat schon früh angefangen, sich für Entwicklungshilfe zu interessieren. Mit 15 lebte sie in Südafrika und besuchte dort unter anderem das Elendsviertel Kayalitsche. Dieses Erlebnis ebnete ihren Weg hin zum Politikstudium, das sie in Paris und New York auf Französisch und Englisch absolvierte.

Sie hat für Amnesty International in Paris und für die GTZ in Ruanda gearbeitet. Tja, und nun ist sie unsere Kommunikationsverantwortliche vor Ort in Haiti.  

Wir finden das toll! Danke Katja und mehr Infos bitte aus Haiti.

P.S.: Den neuesten Videoeintrag findet Ihr auf Youtube: weiter zum Video