Bolivien: Sorojchi-Pillen gegen die Höhenkrankheit

La Paz. Foto: Jürgen Schübelin

La Paz. Foto: Jürgen Schübelin

La Paz (5.3.2015)

Die Anreise nach La Paz ist mühsam:  Der Teilflug von Quito nach Lima hat sechs Stunden Verspätung, in Lima schaffen wir es nachts um vier wenigstens für drei Stunden ins Flughafenhotel. Meine Mitreisenden, beide heißen Jürgen, haben Mühe, der Dame an der Rezeption zu erklären, dass sie kein Doppelzimmer teilen wollen, weil Jürgen nicht ihr gemeinsamer Familienname ist und, nein, sie nicht miteinander verheiratet sind.  Am nächsten Mittag landen wir schließlich auf dem bolivianischen Flughafen von El Alto, der Höhe, in den Hochanden. Es ist der weltweit höchstgelegene zivile Flughafen auf gut 4.200 Metern.

Benedicto, der Kindernothilfe-Büroleiter in Bolivien, empfängt uns fröhlich und versorgt uns ein bisschen weiter unten in La Paz auf ungefähr 3.800 m erst einmal mit Mate-Tee. Schon oft hat er bei Gästen erlebt, dass ihnen schier der Schädel platzt in der dünnen Höhenluft.  Also trinken wir jetzt Mate-Tee, und ungefragt verteilt Benedicto Sorojchi-Pillen. Die gibt es hier in jeder Apotheke, Sorojchi-Pillen für vier Bolivianos das Stück, kaum 50 Cent. Eine gute Investition. Sorojchi heißt in dieser Gegend die Höhenkrankheit.  Etwas langsamer als üblich laufen wir durch die Straßen, schnaufen auf den Treppenabsätzen einmal mehr. Zwei Tage, heißt es, geht das so, dann soll sich der Körper an die Höhe gewöhnt haben.

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