Chile: Erneute Anwendung der Antiterror-Gesetzgebung auf einen Jugendlichen

Obwohl der chilenische Staat sich bereits 2010 nach einem 82-tägigen Hungerstreik von Inhaftierten und internationalen Protesten verpflichtet hatte, keine Prozesse gegen  Jugendliche mehr nach der Antiterror-Gesetzgebung durchzuführen, wurde jetzt erneut auf diese menschenrechtswidrige Praxis zurückgegriffen.  Anstatt gemäß der geltenden Regelungen das Jugendstrafrecht anzuwenden, wurden im Prozess gegen einen jugendlichen Mapuche-Aktivisten Aussagen von anonymen Zeugen als gültig zugelassen.

Die indigenen Mapuche, die mit Landbesetzungen versuchen, ihre Besitzrechte durchzusetzen, sind seit Jahren Opfer extremer und menschenrechtswirdiger Repressalien von Polizei und Justiz.

Der Kindernothilfepartner ANIDE und das chilenische Netzwerk der Kinderrechtsorganisationen verurteilen die aktuelle Praxis  der Justiz in einer gemeinsamen Deklaration und fordern die Rückkehr zu einem rechtsstaatlichen Vorgehen.

Hier der komplette Text der Deklaration in spanischer Sprache:

http://libertadninos.wordpress.com/2013/11/12/ante-nuevo-intento-de-aplicar-ley-antiterrorista-a-joven-mapuche-3/

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